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Allgemein
NABU-Aktive vor Ort
Die Arbeitsbereiche in denen sich die Aktiven des NABU regelmäßig engagieren sind äußerst vielschichtig und damit auch arbeitsintensiv.
Dies hat im Laufe der Zeit dazu geführt, dass sich bestimmte Projekte herauskristallisiert haben, um gezielter und projektgebunden arbeiten zu können. In den dazugehörigen
Arbeitsgruppen haben sich Aktive zusammengefunden, deren gemeinsames Interesse sie zusammengeführt hat, sei es nun für eine bestimmte Vogelart oder einen anderen Arbeitsbereich.
Den gesamten Südkreis sowie Teile des Nordkreises umfassend, werden dabei der Artenschutz (besonders Vogelschutz) aber auch der Biotopschutz groß geschrieben.
Neben den hier aufgeführten Projekten gibt es noch zahlreiche andere Betätigungsfelder in denen sich der NABU Ennepe-Ruhr-Kreis engagiert.
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Eulenschutz
Man sieht sie nur selten
Die abwechslungsreiche, kleingegliederte und vielerorts noch landwirtschaftlich geprägte Landschaft im Ennepe-Ruhr-Kreis mit einem Nebeneinander von Bauernhöfen, Ackerland, Waldstrukturen, Wiesen, Feldgehölzen
und alten Obsthöfen bietet den idealen Lebensraum für Arten wie Schleiereule und Steinkauz, die das Grünland und die offenen Kulturlandschaften für die Nahrungssuche benötigen.
Durch das Ausbringen von Nistkästen für Schleiereulen auf Bauernhöfen und Kirchtürmen sowie Steinkauzröhren im Obstbaumbestand alter Obsthöfe, sorgen die Aktiven für den Fortbestand dieser bedrohten
Eulenarten. Der regelmäßige Kontakt zu Landwirten vor Ort, zeigt, das das Interesse für gerade diese Vögel groß ist und eine Auseinandersetzung mit dem Thema Eulenschutz seitens der Bevölkerung stattfindet.
Zu einer gewaltigen Aufgabe wird in Zukunft auch der verstärkte Einsatz zur Wiedereinbürgerung des Uhu werden. Dazu gehören unter anderem das Freilegen und Sicherstellen von Steinbrüchen im Kreisgebiet, um so für
geeignete Bruthabitate für den Uhu zu sorgen. Derzeit gibt es gesicherte Erkenntnisse über Sichtungen, doch noch keine genauen Brutnachweise. |
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Vögel an Fließgewässern
Sie mögen es gerne nass
Vier größere Flüsse durchziehen den Südkreis, von denen die Ennepe, die Heilenbecke und der Hasperbach das Hauptaktionsgebiet der Arbeitsgruppe "Vögel an Fließgewässern" darstellen.
Hinzu kommen die zahlreichen Bäche in den Seitentälern,
die ebenfalls zum Untersuchungsgebiet zählen.
Seit Jahren beschäftigt sich die AG schwerpunktmäßig mit der Biologie, Bestandsentwicklung und Schutzmaßnahmen für die typischen
Fließgewässerarten Eisvogel, Gebirgsstelze und Wasseramsel. Alle drei Arten kommen im Ennepe-Ruhr-Kreis noch als Brutvögel vor.
Zur Erhaltung des Bestandes der genannten Vogelarten ist neben der Gewässergüte und der naturnahen Gestaltung der Ufer vor allem die die Schaffung sicherer
Nist- und Schlafplätze von entscheidender Bedeutung. Für Wasseramseln und Gebirgsstelzen bieten
aber gerade auch die vielfach
grob gemauerten Randstrukturen der Flüsse und Bäche
sowie die untertunnelten Industrieanlagen ideale Brutreviere. Dort wo die Strukturen keine natürlichen Bruthabitate
bieten hilft der NABU durch Installation von Nisthilfen nach.
Anders verhält es sich beim überaus scheuen und heimlich lebenden Eisvogel, benötigt er für sein Brutgeschäft doch geeignete Uferabbrüche in die er seine Bruthöhle graben kann. Doch auch hier geben die heimischen Gewässer
ausreichende Möglichkeiten her. |
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Mauersegler
Immer in der Luft
Früher eher ein typischer Baumbrüter, lebt der Mauersegler heute in unmittelbarer Nähe des Menschen, da er hier, vor allem an Gebäuden, noch geeignete Nistmöglichkeiten
in ausreichendem Maße vorfindet. In diesem, durch den Menschen geprägten Umfeld, ist der Mauersegler allerdings auf umweltgerechte Verhältnisse angewiesen. Sind diese nicht mehr vorhanden
oder nur in geringem Maße, dann kann es lokal auch zu starken Bestandseinbrüchen kommen.
Noch ist er allerdings zahlreich und nicht akut in seinem Gesamtbestand bedroht, wobei es aber
auch hier wie erwähnt lokale und regionale Unterschiede geben kann.
Der NABU versucht durch Ausbringen von Nistkästen (beispielsweise Lichtenplatz-Siedlung Gevelsberg) dazu beizutragen, dass die Mauersegler nach
ihrer Rückkehr aus den Winterquartieren weiterhin Nistmöglichkeiten vorfinden.
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Greifvögel
Faszinierende Vögel
Eine Vielzahl von Greifvögeln ist im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis heimisch und nutzt die abwechslungsreiche Landschaft als Lebensraum, Bruthabitat und Jagdrevier. Greifvögel üben eine große
Faszination aus. In ihrer Lebensweise zurückgezogen und heimlich, bekommen wir sie in der Regel nur zu Gesicht, wenn sie in der Luft majestätisch über uns hinweggleiten.
Zudem sind sie von besonderer Bedeutung, da diese in der Regel empfindlicher auf Umweltveränderungen reagieren, großflächige, unzerschnittene, kleinparzellierte Kulturlandschaften bevorzugen und nach wie vor der Verfolgung
durch den Menschen ausgesetzt sind.
Neben häufigeren Arten wie dem Mäusebussard oder Turmfalken, der in Kirchtürmen oder an Industrieanlagen ausgebrachte künstliche Nisthilfen gerne annimmt, richten wir gerade auf die selteneren und unauffälliger
lebenden Arten unser Augenmerk. Hierzu zählen neben Rotmilan und Wespenbussard auch Habicht, Sperber und Baumfalke. Seit Jahren finden durch fachkundige Mitglieder Bestandserhebungen im Kreisgebiet statt, die in landesweite Erhebungen einfließen. |
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Hohltaube
Früher häufig
Zu Beginn der 80`er Jahre war der Bestand der Hohltaube arg dezimiert. Erst Artenschutzmaßnahmen sorgten für eine Erholung des Bestandes in den vergangenen Jahren. Mittlerweile ein in bestimmten Bereich recht häufiger Brutvogel mit einer regelmäßig guten bis in Teilen sogar sehr guten Brutbilanz,
sind die Bestandzahlen aber immer noch hinter denen der Vergangenheit zurück.
Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt haben in der Vergangenheit ebenso zur Bestandsminderung beigetragen wie hoher Jagddruck in den Überwinterungsgebieten oder auf dem Durchzug und Abschuss bei uns durch Verwechslung mit der Ringeltaube. Natürliche Einflussnahmen durch kühles Klima zur Brutzeit und Brutplatzkonkurrenz
zur Dohle taten und tun ihr Übriges. Durch das Anbringen von Nisthilfen im Kreisgebiet durch die Aktiven des NABU konnten positive Ergebnisse erzielt werden.
Aktuellste Kontrollen ergaben in manchen Gebieten eine Belegung von nahezu 100%.
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Gevelsberger Stadtwald
Als FFH-Gebiet von besonderer Bedeutung
Der Gevelsberger Stadtwald ist im Rahmen der Verabschiedung der FFH-Richtlinie durch die Umweltminister der EU-Staaten
im Jahre 1992 und der damit verbundenen Einrichtung eines europäischen Netzes von Naturschutzgebieten "NATURA 2000", durch die Landesregierung
Nordrhein-Westfalen als schutzwürdiges Gebiet eingestuft worden. Dem zuständigen Forstamt der Stadt Gevelsberg wurde im Rahmen der Unterschutzstellung
die Möglichkeit gegeben, innerhalb von besonderen FFH-Lebensräumen, Altbaumbestände zu erhalten und den möglichen Besitzern
abzukaufen.
Da sich hierdurch Möglichkeiten im Bereich des Vogelschutzes für den NABU Ennepe-Ruhr ergaben, wurde eine Zusammenarbeit mit dem
zuständigen Forstamt erreicht und erste Kartierungsarbeiten im Frühjahr 2004 vollzogen. Weitere Informationen:
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Projekt
Mittleres Ruhrtal
Auenlandschaften in Gefahr
Das Ruhrtal ist ein naturnaher sensibler Lebensraum und ein einzigartiges Naherholungsgebiet unserer Region.
In den vergangenen Jahren ist es in den Blick von Erschließungsvorhaben seitens der Anliegerstädte und des Regionalverbandes
Ruhrgebiet gerückt. Es hat sich aus genannten Interessengruppen die Initiative "Das Ruhrtal" gegründet, die das
Ruhrtal durch bestimmte Leitprojekte (Ausbau der Ruhrtalbahn, Etablierung des Wasserwanderwegs Ruhr, Erweiterung der Personenschifffahrt,
Entwicklung des Ruhrtalradwegs) touristisch erschließen möchte.
Aus Sicht der Natur- und Umweltschutzverbände entlang der Ruhr besteht die Gefahr, dass im Ruhrtal durch diese Erschließungen
gerade das zerstört wird, was vermarktet werden soll und was die Region auszeichnet.
Auf Initiative des AKU (Arbeitskreis Umweltschutz Bochum e. V.) und der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet
in Herne haben mehrere
Natur- und Umweltschutzgruppen aus der betroffenen Region im Jahre 2005 eine Resolution an die damalige NRW-Landesumweltministerin, Frau Bärbel Höhn,
verfasst und stehen in regelmäßigem Kontakt seit
2004 zueinander um die weiteren Entwicklungen zu begleiten.
Resolution und Hintergründe der Erschließung können Sie bei uns als pdf-Datei herunterladen:
Resolution Naturschutzverbände 2005
Visionen Initiative "Das Ruhrtal"
Weitere Informationen finden Sie zudem unter den angegebenen Links:
Biologische Station Östliches Ruhrgebiet
Arbeitskreis Umweltschutz (AKU) Bochum e. V.
Initiative "Das Ruhrtal"
Regionalverband Ruhrgebiet
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Ansprechpartner der Projekt-/Arbeitsgruppen
| Ansprechpartner der Projekt-/Arbeitsgruppen |
| Koordinator Greifvogel-/Eulenschutz |
Ralf Steiner |
Bülbringer Straße 18
58256 Ennepetal
Telefon: 02333/89304
Mobil: 0171/7463238
E-Mail:
r.steiner.en[at]t-online.de |
| Vögel an Fließgewässern |
Bernd Jellinghaus |
Hinterjellinghausen 130 C
58256 Ennepetal
Telefon: 02333/5349 |
| Mauersegler |
Matthias Sprenger |
Kiefernweg 16
58285 Gevelsberg
Telefon: 02332/83851
E-Mail:
matthias.sprenger[at]nabu-ennepe-ruhr.de |
| Problemtiere |
Ralf Steiner |
Bülbringer Straße 18
58256 Ennepetal
Telefon: 02333/89304
Mobil: 0171/7463238
E-Mail:
r.steiner.en[at]t-online.de |
| Hohltaube |
Matthias Sprenger |
siehe oben |
| Schwalben |
Bernd Jellinghaus |
siehe oben |
| FFH-Gebiet Gevelsberger Stadtwald |
Ralf Steiner |
siehe oben |
| Hautflügler (Wespen, Hornissen) |
Matthias Sprenger |
siehe oben |
| Hautflügler (Wildbienen) |
Willi Hofeditz |
siehe oben |
| Kleinvögel |
Bernd Jellinghaus |
siehe oben |
| NABU-Gelände NABU-Horst |
Marcus Müller |
Auf dem Hövel 6
58285 Gevelsberg
Telefon: 02332/757275
E-Mail: marcus.mueller[at]nabu-ennepe-ruhr.de |
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