Fotomontage: Marcus Müller

 

 

 


NABU Ennepe-Ruhr
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Aktion Vogel des Jahres - Die Dohle - Der Gartenrotschwanz - Der Kormoran - Der Eisvogel - Der Kuckuck - Der Turmfalke - Der Kleiber - Der Uhu - Der Zaunkönig - Der Mauersegler - Der Haussperling
 
Fotomontage: Marcus Müller
Aktion Vogel des Jahres
In jedem Jahr mit Spannung erwartet
Seit knapp drei Jahrzehnten wird in jedem Jahr der Vogel des Jahres von NABU und LBV (Landesbund für Vogelschutz) ernannt und bekannt gegeben. Bis Anfang der 80`er Jahre tat dies noch der DBV (Deutscher Bund für Vogelschutz), der Vorläufer des NABU. So war es im Jahre 1971 der Wanderfalke, welcher sich landesweit erster Vogel des Jahres nennen durfte. Seither ist viel Zeit vergangen und die Anzahl der gewählten Vogelarten ist seitdem stetig angewachsen.

Mittlerweile sind  andere Bereiche hinzugekommen und so werden neben Vögeln in jedem Jahr auch Pflanzen, Spinnen, Insekten, neben weiteren Vertretern aus dem Tier- und Pflanzenreich mittlerweile auch schon ganze Biotope, von den Fachleuten gekürt. Hintergrund ist  die Absicht, auf die Gefährdung und den notwendigen Schutz des jeweiligen Siegers hinzuweisen und die breite Bevölkerung für Naturschutzthemen zu sensibilisieren und zu begeistern. Hier sehen sie die bisherigen Wahlsieger zum Vogel des Jahres:
 

 

Die Dohle
Vogel des Jahres 2012

Mehr zum Vogel des Jahres 2012

 

Gartenrotschwanz ist Vogel des Jahres 2011
Vogel des Jahres 2011

Mehr zum Vogel des Jahres 2011

 

Der Kormoran
Vogel des Jahres 2010

Mehr zum Vogel des Jahres 2010

 

Der Eisvogel
Vogel des Jahres 2009

Mehr zum Vogel des Jahres 2009

 
Quelle: NABU
Der Kuckuck
Vogel des Jahres 2008

Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben in Berlin den Kuckuck zum "Vogel des Jahres 2008" gekürt. Früher galt der Kuckuck als Allerweltsvogel, doch heute geht er durch intensive Nutzung und Zerstörung seines Lebensraumes und dem damit verbundenen Verlust an biologischer Vielfalt in weiten Teilen Deutschlands stark zurück. Schätzungen zufolge leben zurzeit zwischen 51.000 und 97.000 Paare in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen geht man aktuell von circa 6.000 Brutpaaren aus, was einem Bestandesrückgang von rund 30 Prozent in knapp 10 Jahren entspricht.

Zum Verhängnis wird dem Kuckuck dabei zunehmend seine ausgeklügelte Fortpflanzungsstrategie. Der "Brutparasit" legt seine Eier beispielsweise gerne in die Nester v on Teichrohrsängern, Rotschwänzen oder Zaunkönigen. Seine Eier sind in Größe, Färbung und Musterung den Wirtsvogeleiern angepasst. Gehen die regionalen Vorkommen der Wirtsvögel zurück, ist der Kuckuck direkt betroffen. Flussniederungen sowie Moore und Heiden sind bevorzugte Verbreitungsgebiete. So finden sich in NRW Verbreitungsschwerpunkte am Unteren Niederrhein und im Westfälischen Tiefland.

 
Quelle: NABU
Der Turmfalke
Vogel des Jahres 2007

NABU und Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben den Turmfalken zum "Vogel des Jahres 2007" gekürt. 1971 wurde schon einmal ein Falke zum Vogel des Jahres gewählt: der Wanderfalke war damals vom Aussterben bedroht und wurde zum ersten Jahresvogel überhaupt ernannt.

Der Turmfalke ist ein kleiner Verwandter des Wanderfalken. Er ist viel häufiger als die anderen Falkenarten und präsenter. Man kann ihn an Kirchtürmen, an höheren Gebäuden, Brücken und Masten, aber auch in der freien Natur beobachten. Wenn er rüttelnd über einer Wiese steht, weiß auch der Laie: Das ist der Turmfalke, der Rüttelfalk.

 
Foto: NABU/M. Delpho
Der Kleiber
Vogel des Jahres 2006
NABU und Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben den Kleiber zum "Vogel des Jahres 2006" gekürt. "Den Kleiber kann man häufig in Gärten oder Parks bei der Nahrungssuche beobachten", sagt Maria Esser, Sprecherin des Landesfachausschusses für Ornithologie und Vogelschutz im NABU NRW.

Voraussetzung dafür sei aber, dass sich hier auch ältere höhlenreiche Bäume fänden oder es in der Nähe einen Wald mit älterem Baumbestand gäbe. Denn Wälder mit alten Bäumen, in denen der Kleiber nisten kann, seien sein eigentlicher Lebensraum. Da mindestens acht Prozent der europäischen Kleiberpopulation in heimischen Wäldern lebt, hat Deutschland eine zentrale Verantwortung für die Art und ihren Lebensraum mit höhlenreichen Altholzbeständen und strukturreichen, lichten Laub-, Laubmisch- und Nadelwäldern.
 

 
Foto: NABU/M. Delpho
Der Uhu
Vogel des Jahres 2005
Mit dem Uhu ist die weltweit größte Eule zum Vogel des Jahres 2005 gewählt worden. Nicht nur seine beeindruckenden "Dimensionen", auch die heimliche, zurückgezogene Lebensweise sowie sein unverwechselbarer durchdringender Ruf sorgen seit jeher dafür, dass ihn eine mystische, geheimnisvolle "Aura" umgibt. Im Altertum verehrt, im Mittelalter als Unheilsbringer und "Totenvogel" gefürchtet, wird dem Uhu heutzutage eine wahre Begeisterung zuteil. Dies liegt aber wohl mitunter eher daran, dass eine Begegnung mit ihm eine äußerst seltene Angelegenheit ist, aber sicherlich eine, die zu den unvergesslichen Erlebnissen zählt.
 

 
Quelle: Brehms Tierleben
Der Zaunkönig
Vogel des Jahres 2004
Mit dem diesjährigen Vogel des Jahres, dem Zaunkönig, ist nun zum dritten Male in Folge eine Vogelart aus unserer direkten Nachbarschaft ausgewählt worden. Der Zaunkönig gilt unter unseren heimischen Singvögeln sicherlich als absoluter Sympathieträger und steht stellvertretend für alle Bewohner des menschlichen Siedlungsraumes, die einen intakten und natürlichen Lebensraum brauchen. Liebenswert und putzig in seiner Art, gern gesehen und beobachtet, wenn er durch das Gebüsch hüpft und auf einer hohen Warte seinen Gesang zum Besten gibt.
 

 
Foto: NABU/A. Limbrunner
Der Mauersegler
Vogel des Jahres 2003
Der NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.) und der LBV (Landesbund für Vogelschutz) haben den Mauersegler zum Vogel des Jahres 2003 auserkoren. Nach dem letztjährigen Vogel des Jahres, dem Haussperling, wurde erneut ein Vogel ausgewählt, der in unmittelbarer Nähe des Menschen lebt und die Siedlungsräume noch zahlreich bevölkert. Früher eher ein typischer Baumbrüter, lebt der Mauersegler heute in unmittelbarer Nähe des Menschen, da er hier, vor allem an Gebäuden, noch geeignete Nistmöglichkeiten in ausreichendem Maße vorfindet.

In diesem, durch den Menschen geprägten Umfeld, ist der Mauersegler allerdings auf umweltgerechte Verhältnisse angewiesen. Sind diese nicht mehr vorhanden oder nur in geringem Maße, dann kann es lokal auch zu starken Bestandseinbrüchen kommen. Noch ist er allerdings zahlreich und nicht akut in seinem Gesamtbestand bedroht, wobei es aber auch hier wie erwähnt lokale und regionale Unterschiede geben kann.
 

 
Foto: NABU/R. Siegel
Der Haussperling
Vogel des Jahres 2002
Der NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.) und der LBV (Landesbund für Vogelschutz) haben den Haussperling zum Vogel des Jahres 2002 gekürt. Diese Ehre wird damit einem Vogel zuteil, der uns Menschen wohl wie kaum ein anderer gefiederter Zeitgenosse bekannt ist und zu dem wir seit jeher ein besonderes Verhältnis pflegen. Deutlich wird dies an den unzähligen oftmals negativ behafteten Kosenamen, die schon der Volksglaube für unseren "Spatz" bereithält und die wir als Redewendungen und Sprichwörter in unseren Sprachschatz aufgenommen haben.

Umso erstaunlicher daher, dass über einen Vogel, der sich zudem gern unserer Gesellschaft umgibt und zu unserer menschlichen Umgebung dazugehört, so wenig an Literatur und wissenschaftlichen Arbeiten vorliegt. Es scheint so, als wäre ihm diese Aufmerksamkeit in der Vergangenheit verwehrt worden, vielleicht, weil er so "gewöhnlich" ist und unscheinbar dazu. Selbst die Vogelschützer, deren Aufgabe doch nun schon immer darin bestand, dem Schutz der Vögel zu dienen beachteten den Haussperling kaum, trachteten sie ihm doch vielfach sogar nach dem Leben, indem sie Sperlingsbruten aus Nistkästen entfernten, oder spezielle Futterhäuschen entwickelten, die Haussperlinge von der Winterfütterung ausschließen sollten. Zudem hielt man ihn aufgrund der mehrfachen Jahresbruten (bis zu vier in einem Jahr!) und einem daraus resultierenden sicheren Bestand, für nicht schützenswert.
 


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  Foto: Marcus Müller


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  Quelle: NABU

Informationen zur aktuellen "Natur des Jahres" gibt es bei unserem Bundesverband.

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