Ortsgrupppe Hattingen

NABU ruft zur Klimademo in Bochum auf!                           Demo in Bochum um 11:45 auf dem Dr.Ruer-Platz

Zur Demonstration am internationalen „Klima-Streiktag“ mit der ein konsequentes und schnelles Handeln unter anderem gegen den CO2-Ausstoß gefordert wird, ruft auch der NABU in Hattingen auf.

„Die Menschen müssen erkennen, dass die Zeit des Handelns gekommen ist. Das Engagement der Schüler darf nicht vergebens sein!“, so der NABU in seinem Streikaufruf. Der NABU findet viele seiner Forderungen und Arbeitsziele in den Forderungen von FridaysforFuture wieder: Wir alle sind in der Verantwortung diesen Planeten auch für die folgenden Generationen und die anderen Lebewesen zu erhalten.

Treffpunkt der Hattinger NABU-Gruppe:

 

11:30 Uhr vor

Bochum Marketing, Huestraße 9,

44787 Bochum

 

Einfach zu finden:

Aus dem Bahnhof-Haupteingang über

den Südring, in die Huestraße, linke Straßenseite.

 

Kommt mit Bus, Bahn oder Rad!


Bringt gerne Plakate, Trillerpfeifen, Transparente, Pauken und Trompeten mit!

1600 Menschen fordern: Herr Bürgermeister, mehr Blüten!

Hattingen, 03.09.19

 

 

Fast 1600 – genau 1589 – Unterschriften hat der Nabu in Hattingen bei seiner Petition für mehr blühende Vielfalt in Hattingen gesammelt. Die Unterschriften mit den Forderungen sollen am Donnerstag, 5.9. um 17:30, Bürgermeister Dirk Glaser überreicht werden.

 

Mit dem NABU fordern die Unterstützenden der Petition von der Stadt, die Bepflanzung in den Grünanlagen und die Pflege der vielen Grünflächen und Weg- sowie Straßenränder insektenfreundlich zu gestalten. Zum Beispiel solle vor der der Stadtmauer nach dem Vorbild eines Bauerngartens mehrjährige Stauden Insekten Nahrung und Heimat bieten, statt saisonal wechselnd die biologisch wertlosen Zierpflanzen auszutauschen.

Weiter fordert der NABU Straßen- und Wegränder für den Verkehr frei zu mähen, aber nur so viel wie nötig. "Ein Meter reicht meistens, der Rest sollte stehenbleiben und nur einmal im Jahr schonend gemäht werden. Wegränder sind wichtig für die Vernetzung von Lebensräumen!"
Generell fordern die Naturschützer bis 2023 mindestens die Hälfte der städtischen Grünflächen in Wildwiesen oder Blühflächen zu verwandeln, "und heute damit anzufangen". Und schließlich soll  die Stadt Schottergärten verbieten und selber keine anzulegen. 


Daniela Sporny, die die Kampagne voran
getrieben hat: „Wir wissen, dass die Stadt punktuell schon angefangen hat, die Pflegemaßnahmen umzustellen. Aber das reicht nicht! Vor allem scheint die Unterstützung der Stadtspitze zu fehlen! Der Insektenschwund ist alarmierend und die Folgen werden uns alle treffen. Die Stadt hat viele Pläne, aber keinen zum Schutz der biologischen Vielfalt in ihrem Verantwortungsbereich. Wir erwarten von Dirk Glaser, dass er aktiv wird und seine Grünabteilung entsprechend anweist und unterstützt.“


Die Stadt als Gemeinschaft der Bürgerinnen und Bürger trage nach der Überzeugung der Naturschützer eine besondere Verantwortung, da sie dem Allgemeinwohl verpflichtet sei.

Insekten haben an Arten als auch an Masse bedrohlich abgenommen. Bedrohlich sei das deshalb, weil Insekten mit dafür sorgen, dass wir fruchtbare Böden bewirtschaften, sauberes Wasser trinken und gute Luft atmen können, sagt der NABU. „Die Lebensgrundlagen der Menschen sind von der Arbeit vieler anderer Lebewesen abhängig und Insekten spielen eine sehr wichtige Rolle dabei. Sie zersetzen organisches Material zu Erde, sie bestäuben Blüten und sie sind selbst Nahrung für Menschen und Tiere. Sie sind unverzichtbar.“

Kontakt: Daniela Sporny  mobil 01577 1970688

Weitere Infos: http://www.naturschutz-hattingen.de

 

Liebe Redaktionen: Gerne können Sie uns zum Bürgermeister begleiten!

Treffpunkt 17:25 Uhr an der Rathaustreppe!

Foto: Ute Matzkows

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 37/19 | 25.07.2019

 

Waldsterben macht den Klimawandel sichtbar

NABU NRW fordert, nur noch klimastabilere Mischwälder statt Nadelholzkulturen aufzuforsten

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Düsseldorf – Die Hitze macht derzeit den Klimawandel spürbar und die vielen durch Dürre und Borkenkäfer abgestorbenen und braun gewordenen Fichtenbestände machen ihn für viele Menschen sichtbar. Hinzu kommen in einigen Landesteilen die Waldbrände in den Kiefern- oder Fichtenforsten. Neben den wirtschaftlichen Folgen für Waldbesitzer sieht der NABU Nordrhein-Westfalen auch die Auswirkungen auf die Gemeinwohlleistungen des Waldes: Mit jedem verdorrten Baum, der nun gefällt wird und überwiegend in der Verbrennung landet, verschwindet auch ein natürlicher CO2-Speicher, was in der derzeitigen Situation besonders dramatisch wirkt. Darüber hinaus erfüllen Wälder weitere wichtige Ökosystemleistungen: Sie filtern Wasser, speichern Wasser im Boden, bilden neuen Sauerstoff, bieten Erholungsraum für die Menschen und sind Lebensraum für zahlreiche Tiere, Pflanzen und Pilze.

 

Diese Artenvielfalt ist in Mischwäldern mit verschiedenen Baumarten und unterschiedlich alten Bäumen besonders hoch. Mischwälder sind zudem wesentlich klimaresilienter als reine Nadelbaumkulturen, wie sich in der aktuellen Hitze- und Trockenperiode zeigt. Falls einzelne Baumarten in einem Mischwald absterben, bleiben die anderen Arten bestehen, sodass der Wald insgesamt erhalten bleibt und stabil ist. Auf den vielen Kahlflächen im Wald, die jetzt durch die Ernte der abgestorbenen Fichten entstehen, sollte deshalb ein zukunftsfähiger Mischwald gepflanzt werden. Alternativ sollten solche Flächen der natürlichen Entwicklung überlassen werden. Nach der Borkenkäferkalamität im Nationalpark Bayrischer Wald Ende der 1990er Jahre hat sich der Wald in den folgenden Jahren erholt und ist zu einem stabilen Mischwald herangewachsen.

 

Von der Politik fordert der NABU NRW deshalb überarbeitete Waldbaukonzepte, die den Mischwäldern absoluten Vorrang einräumen und alle Förderungen darauf zu konzentrieren. Zudem erwartet der NABU neue Förderprograme zur Anlegung von Wald- und Brandteichen, wie sie früher überall vorhanden waren.  Außerdem sollte die Politik - so wie es die EU-Nachhaltigkeitsziele verlangen - deutlicher machen, welche Gemeinwohlleistungen bzw. Ökosystemleistungen Wälder erbringen und welchen Wert diese für die Gesellschaft haben. Diese Inwertsetzung würde die Wertschätzung für den Wald, die in den letzten Jahren ohnehin wieder gestiegen ist, nach Meinung des NABU weiter befördern und öffentliche Gelder mehr als bisher in den Wald lenken.

 

Für Rückfragen:

Heinz Kowalski, Waldpolitischer Sprecher des NABU NRW, mobil: 0160-8856396 

 

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

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Preisgekrönt: NABU Hattingen bekommt einen Sonderpreis der EN-Krone

 

 

Hattingen, 19.07.19

 

Bei der diesjährigen Preisverleihung der EN Krone, gestiftet von der AVU, wurde ein Projekt aus Hattingen mit einer Sonder-Krone ausgezeichnet. Das Kooperationsprojekt des NABU Hattingen mit der Stadt überzeugte die Juroren.

Die NABU-Ortsgruppe bearbeitet und pflegt eine Ökozelle am Schlangenbusch als einen naturbelassenen Bereich, der bei monatlichen Treffen immer weiter zu einem attraktiven Lebensraum für Käfer, Bienen und Co. gestaltet wird. Mit der Stadt Hattingen schlossen die Naturschützer einen Kooperationsvertrag ab, um die Bildung von Kindergartenkindern zu fördern. Die Idee beinhaltet Besuche von kleinen Gruppen (12-15 Kinder), welche nach Anmeldung an mehreren Vormittagen in der Woche für etwa zwei Stunden in die Ökozelle kommen. Von Mai bis Juli sind Pflanzen und Insekten in ihrer größten Vielfalt zu beobachten – die Kinder sind begeistert, beim Beobachten von Kaulquappen, Ameisen, Käfern, Hummeln und Wanzen.

Jürgen Knier, der das Projekt in Hattingen konzipiert hat und durchführt: „250 Kinder konnten wir in diesem Jahr schon in unserer Ökozelle begrüßen. Das gemeinsame Erleben mit den Kindern macht viel Spaß. Manche der Kinder lassen zum ersten Mal eine Ameise über die Hand laufen und haben zunächst Berührungsängste, die aber schnell abgebaut werden können. Und das ist sehr wichtig!“

Dem Naturschutzbund Ennepe-Ruhr-Kreis gehören zurzeit etwa 1.700 Naturfreundinnen und -freunde an. Die NABU Ortsgruppe Hattingen (ca. 400 Mitglieder) im Kreisverband Ennepe-Ruhr e.V. arbeitet ehrenamtlich und parteipolitisch unabhängig. Heute setzt der Kreisverband seine Schwerpunkte in den Bereichen Biotop- und Artenschutz, Öffentlichkeitsarbeit sowie Kinder und Natur. Ziel ist es allen Naturfreunden und Interessierten Spaß an der Naturschutzarbeit zu vermitteln, sowie den sensiblen Umgang mit der Natur zu fördern. Infos zum Programm findet man hier: https://www.nabu-ennepe-ruhr.de/ortsgruppe-hattingen

Stichwort EN Krone

Die EN Krone als Engagement-Preis gibt es seit fünf Jahren. Über 200 Projekte hat die AVU bisher mit einer Fördersumme von insgesamt 190.000 Euro unterstützt. Der Gesamtsieger erhält in diesem Jahr eine Förderung von 4.000 Euro. Die Preisträger der Sonderkronen werden mit je 1.300 Euro gefördert. Und alle anderen Preisträger der Engagement-Krone bekommen je 500 Euro. Auch für die Publikumskrone (Online-Voting) gibt es 500 Euro. Für den Energieversorger ist der Wettbewerb ein wichtiger Baustein für das Unternehmensziel, Beiträge für die Lebensqualität im Ennepe-Ruhr-Kreis zu leisten.

Infos: Thomas Griesohn-Pflieger mobil 0173 2818 377

Umweltbildungseinrichtung am Rathaus aufgestellt

für solitär lebende Wildbienen

Einzeln lebende Bienen und Wespen sind absolut friedlich

 

Jeder sollte einen kleinen Beitrag dazu leisten, diese wichtigen Tiere zu erhalten. Durch die Bestäubung der Blüten sichern sie für uns Menschen ein vielfältiges Nahrungsangebot.

 

Wir helfen diesen Tieren (ca. 560 Wildbienenarten) mit unterschied-lichen Nisthilfen und Trachtplanzen in unserer ausgeräumten Land-schaft zu überleben.

 

Heimische Blütenplanzen bilden die Nahrungsgrundlage (Pollen und Nektar) für die Wildbienen und ihre Nachkommen.

 

 

 

 

Hattingen, 14.08.18