Ortsgruppe Hattingen

im Kreisverband Ennepe-Ruhr e.V.

Wanderausstellung in der Hattinger Stadtbibiothek                                                          vom 09.11.17 bis 05.11.17

PRESSEEINLADUNG NABU NRW | Stadtbibliothek Hattingen | Düsseldorf, 09.11.17

 

Ausstellung „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ kommt nach Hattingen

 

Zweijährige NABU-Bildungstour zum Wolf eröffnet am

11. November in der Stadtbibliothek Hattingen


Sehr geehrte Damen und Herren,

 

bereits siebenmal wurde er in diesem Jahr in NRW nachgewiesen – der Wolf. Zuletzt kurz hintereinander in der Nähe von Gummersbach und bei Bad Berleburg. Der Nachweis von durchziehenden Wölfen ist Anlass genug, um unter dem Motto „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ in einem von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt über das Wildtier Wolf zu informieren und so die Akzeptanz in der Bevölkerung zu stärken. Mit der Präsentation und Eröffnung der interaktiven Wanderausstellung in der Stadtbibliothek Hattingen setzt das Projekt nun seine zweijährige Tour durch zehn Partnerzoos in NRW und weitere Ausstellungsorte fort und ist nun bereits zum zweiten Mal außerhalb eines Zoos zu sehen.

 

 

 

Die Ausstellung, die bereits seit dem 09. November in der Stadtbibliothek Hattingen zu sehen ist, informiert über Biologie und Verhalten freilebender Wölfe, stellt aktuelle Ergebnisse der Freilandforschung vor und bietet vor allem durch interaktive Elemente eine spielerische Annäherung an das Thema Wolf.

 

Die Ausstellung wird bis zum 05. Dezember zu sehen sein und über diesen Zeitraum hinweg durch ein vielseitiges Programm rund um den Wolf begleitet.

 

 

 

Zur Ausstellungseröffnung am 11. November laden wir sie herzlich ein:

 

 

 

Ausstellungszeitraum:                09.11.2017 - 05.12.2017

 

 

 

Eröffnung am Aktionstag:         Samstag, 11.09.2017, 11:00 Uhr

 

Begrüßung in der Ausstellung „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“

 

 Dirk Glaser, Bürgermeister der Stadt Hattingen

 

 Christina Henke, Naturschutzreferentin NABU NRW

 

 und weiteren Gästen

 

 

 

Special: Kreative Malaktion mit Reinhard Gäbel

 

  

 

Ort:                                                    Stadtbibliothek Hattingen

 

                                                            Reschop Carré 1

 

45525 Hattingen

 

 

 

Begleitend zur Ausstellung wurde ein spezielles Programm entwickelt, welches Sie bitte den beigefügten Flyern entnehmen.               

 

 

 

Weitere Informationen zur Aktion und zum Termin erhalten Sie bei:

 

Katharina Stenglein, Projektkoordinatorin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ beim NABU NRW, Tel.: 0211-15 92 51-45, E-Mail: Katharina.Stenglein@NABU-NRW.de

 

Bernd Jeucken, Leiter der Stadtbibliothek Hattingen  , Tel. 02324- 204 35-60, E-Mail: b.jeucken@hattingen.de

 

Isolde Füllbeck, NABU Hattingen,Tel.: 02324-393822, E-Mail: info@nabu-hattingen.de

 

 

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Birgit Königs

Pressesprecherin NABU NRW

Bilder aus der Ökozelle "Hölterkamp":

Der Faulbaum-Bläuling ist ein hier nicht alltäglicher kleiner aber sehr hübscher Schmetterling, der Laubwälder und ihre Ränder bewohnt.

 

Foto. Thomas Griesohn-Pflieger

 

 

 

Eine von vielen schönen Arten aus der Familie der Schwebfliegen ist die Totenkopfschwebfliege.
Foto: Ute Matzkows

 

 

 

Schon der Name ist ein Gedicht! Die Larve der Weißgegürtelten Rosen-Blattwespe.
Foto. Thomas Griesohn-Pflieger

 

 

 

Was die "grüne Hauptstadt Europas" Essen kann, kann Hattingen schon lange. Am vergangenem Wochenende fand der Geo-Tag der Artenvielfalt in Essen statt. Hattingen zieht nun nach mit einem "Tag der Vielfalt" in der Ökozelle.

 

"Wir wollen eine kleine Inventur machen," so Thomas Griesohn-Pflieger vom NABU, der die von der hwg bereit gestellte Fläche am Ende der Straße Schlangenbusch seit vier Jahren betreut. "Wir freuen uns über die Mithilfe von Botanikern und Experten für Insekten, Spinnen, Schnecken und anderen Kleintieren. Es wird alles bestimmt und erfasst, was uns vor Lupe, Fernglas und Kamera kommt!"

 

Dabei fangen die Naturfreunde nicht bei Null an, denn sie haben bereits mehr als 150 Pflanzen- und Tierarten in der Ökozelle und Umgebung festgestellt und viele auch fotografisch dokumentiert. Darunter immerhin 53 Vogelarten, 40 Pflanzenarten und sechs Säugetiere. "Aber," so meinen die Naturfreunde "das ist nur ein Bruchteil der Lebewesen, die dort wirklich vorkommen!"

 

 

 

Der Tag der Artenvielfalt beginnt mit einer ornithologischen Exkursion um 8 Uhr, danach folgen Morgenkaffee und Rundgänge über das Gelände und die Umgebung. Alle Feststellungen werden in dem Netzwerk "www.naturgucker.de" erfasst und lassen sich dort auch auswerten.

 

 

 

Ein besonderer Leckerbissen für Naturfreunde ist die nächtliche "Lichtfangaktion von nachtaktiven Insekten, hauptsächlich Nachtfalter, die dann ihre verborgene Schönheit entfalten. Da die nächtliche Falterwelt in Holthausen nahezu unbekannt ist, kann mit Überraschungen gerechnet werden. Beginn ist gegen 22:30 und Ende "nicht vor 2.00 Uhr morgens. "Taschenlampe und Geduld mitbringen" sagt Armin Dahl, der die Aktion durchführt.

Das Programm des Tages der Vielfalt ist unter www.naturschutz-hattingen.de/Aktuelles nachzulesen

Alle Vögel sind bald da!

Obwohl es draußen noch kalt ist, haben sie jetzt schon Frühlingsgefühle – die Gefiederten. "Morgens singen schon die ersten Amseln und wenn die Sonne scheint, lassen auch Blau- und Kohlmeisen ihren Gesang hören!", weiß Thomas Griesohn-Pflieger vom NABU in Hattingen. Jetzt beginnt für viele Vogelarten die Suche nach geeigneten Nistplätzen. Denn, wenn der Nachwuchs unterwegs ist, müssen Reviere bereits abgesteckt und gefestigt und die Nistplätze für den Bau bestens vorbereitet sein. "Da der Mangel an natürlichen Nistmöglichkeiten für die Höhlenbrüter groß ist, sind Nistkästen eine willkommene Hilfe bei der Vogelhochzeit." Deshalb rät der NABU zur Hilfe beim Nestbau

Vielfach fehlen alte Bäume mit den wichtigen Höhlen in den Städten, denn morsche Bäume und hohle Äste werden entfernt, weil sie ein Unfallrisiko darstellen. "Aber jeder, der einen Nistkasten aufhängt, kann den Vögeln ein neues Zuhause bieten", sagt der NABU.

Beim Hausbau geht es auch unter Vögeln in erster Linie um die richtige Wohngegend. Der Nistkasten muss wettergeschützt hängen, es sollte draussen nicht ziehen oder in den Kasten reinregnen. Damit Katzen und andere Nesträuber draußen bleiben, muss der Nistkasten hoch genug und sicher hängen. Gebüsche und Sträucher in der Nähe des Nistkastens helfen Jungvögeln später bei ihren Flugversuchen. Sie können dann Starts und Landungen besser üben. Ist das Nahrungsangebot reichhaltig, kann man auch mehrere Nistkästen aufhängen. Stare und Spatzen bilden ohnehin gern kleine Kolonien.

Wer seinen Garten schon mit Nistkästen "aufgerüstet" hat, sollte jetzt den Kasten kontrollieren und, falls das alte Nest noch drin ist, leerräumen. Singvögel bauen jedes Jahr ein neues Nest und irgendwann ist der Kasten dann voll. "Außerdem überwintern in vielen Vogelnestern Parasiten, die nur darauf warten, dass neue Bewohner einziehen. Wer das alte Nest ausräumt, entfernt diese Schmarotzer, die der Brut gefährlich werden können." erklärt Thomas Griesohn-Pflieger.

Wer mit Nistkästen den Vögeln helfen will und so Leben in den Garten lockt, sollte natürlich auf alle Spritzmittel verzichten und bei der Gartengestaltung auf Hecken mit einheimischen beerentragenden Gehölzen setzen.

 

***

Foto: Jetzt interessieren sich die Höhlenbrüter, wie diese Blaumeise, bei gutem Wetter auffällig für Nistgelegenheiten.
Foto: Thomas Griesohn-Pflieger

Der Waldkauz ist der Vogel des Jahres 2017

Berlin/Düsseldorf – Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Waldkauz (Strix aluco) zum „Vogel des Jahres 2017“ gewählt. Der Waldkauz steht stellvertretend für alle Eulen, deren Schutz und Fortbestand als wichtiger Bestandteil der Artenvielfalt unverzichtbar ist. „Mit dem Waldkauz wollen wir für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren“, sagte Heinz Kowalski, stellv. Landesvorsitzender und Vogelexperte des NABU NRW.

Die Anpassungsfähigkeit bei der Wahl des Lebensraumes trägt dazu bei, dass der Waldkauz die häufigste Eule in Deutschland ist. Laut dem Atlas deutscher Brutvogelarten wird der Bestand auf 43.000 bis 75.000 Brutpaare geschätzt und als langfristig stabil eingestuft. Auch in NRW ist der Kauz mit 7.000 bis 12.000 Brutpaaren flächendeckend vertreten, im rheinischen Landesteil laut Atlas der Brutvögel Nordrhein-Westfalens sogar mit zunehmender Tendenz. 16% des gesamtdeutschen Bestandes leben hier. Damit ist NRW das Bundesland mit dem größten Waldkauzvorkommen. Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hängt jedoch vor allem von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung sind damit die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand.
„Auch wenn sein Name anderes vermuten lässt, der Vogel des Jahres 2017 ist keinesfalls nur im Wald zu Hause, obwohl er sich in lichten Laub- und Mischwäldern am wohlsten fühlt“, so Kowalski weiter. Als ideal gelte ein Lebensraum mit einem Waldanteil von 40 bis 80 Prozent, dazu Lichtungen und angrenzende Felder. Längst sei er aber auch in städtischen Parkanlagen, Gärten oder auf Friedhöfen mit altem Baumbestand und geeigneten Bruthöhlen zuhause. Dabei komme er uns Menschen recht nah, wenn er auch eher zu hören als zu sehen ist.
Denn der Waldkauz ist mit seinem rindenfarbigen Gefieder gut getarnt. Tagsüber versteckt er sich zudem in Höhlen oder in dichten Baumkronen. Sein großer Kopf ohne Federohren sitzt auf einem gedrungenen Rumpf. Der beigebraun gefärbte Gesichtsschleier ist dunkel umrahmt. Sein freundliches Aussehen verdankt er seinen großen runden „Knopfaugen“ sowie den zwei hellen Querstrichen oberhalb des Gesichtsrahmens, die auf uns Menschen wie Augenbrauen wirken. Der stark gekrümmte Schnabel ist beim Waldkauz gelblich.
Hören kann man die Rufe des Jahresvogels häufig in TV-Krimis, vor allem, wenn es dunkel und unheimlich wird. Im wahren Leben erklingt das lang gezogene „Huu-hu-huhuhuhuu“, wenn Waldkäuze balzen oder ihre Reviere markieren, vor allem im Herbst und im Spätwinter. Fast das ganze Jahr über machen sie außerdem durch ihren Kontaktruf „ku-witt“ auf sich aufmerksam. Die lautlosen Jäger werden mit 40 bis 42 Zentimeter Länge etwa so groß wie Krähen, bringen 400 bis 600 Gramm auf die Waage und erreichen eine Flügelspannweite bis zu 98 Zentimetern.

Neue Wohnungen für die Vögel

Jetzt Nistkästen aufhängen!

 

Seit den Anfängen des Vogelschutzes zählt das Bauen und Anbringen von Nistkästen
zu den festen Bestandteilen aktiver Naturschutzarbeit vor Ort. Künstliche
Nisthilfen sind da sinnvoll, wo Naturhöhlen fehlen, weil alte und morsche Bäume
nicht mehr vorhanden sind, oder weil an Gebäuden geeignete Brutnischen fehlen.
Der NABU-Hattingen weist darauf hin, dass es jetzt höchste Zeit ist, Nistkästen
anzubieten. „Meisen und Kleiber balzen bereits und werden in den kommenden
Wochen beginnen, Nester zu bauen. Auch andere Höhlenbewohner wie Dohlen,
Hohltauben oder Spechte suchen jetzt nach Wohnungen!“, so die örtlichen
Naturschützer.

Das Bauen von Nistkästen dient nicht nur der biologischen Vielfalt sondern macht
auch noch Spaß und eignet sich darum auch hervorragend, um Kinder und
Jugendliche mit Tieren und deren Lebensweise vertraut zu machen. Ein voll
ausgebuchter Nistkasten ist allerdings nur dann zu erwarten, wenn der Garten
naturnah gestaltet ist und die Vögel entsprechend Nahrung finden.

Nistkästen erfüllen übrigens auch im Winter wichtige Aufgaben. Ob Meisen,
Kleiber, Eichhörnchen und Schmetterlinge – selbst die wetterbeständigsten
gefiederten Outdoor-Profis schätzen eine warme Schlafstube. Manchem Vogel kann
die Nisthilfe im Winter sogar das Leben retten. Die Gefahr der Übertragung von
Parasiten durch alte Nester sei geringer als der Nutzen eines warmen
Unterschlupfes für die Tiere, so die Experten vom NABU. Da Vögel mit 39 bis 42
Grad ständig eine höhere Körpertemperatur als Säugetiere aufrecht erhalten
müssen, verbrennen sie in der kalten Jahreszeit viel Körperfett. Dadurch
verlieren sie schnell an Gewicht und sind oft geschwächt. Eine kalte Nacht auf
einem schutzlosen Zweig kann ihnen da manchmal zum Verhängnis werden. Sperlinge
bauen deshalb regelrechte Winternester, in die sie sich bei Frost einkuscheln.
Von Zaunkönigen weiß man, dass sie sich im Winter gegenseitig in Nistkästen
wärmen.

Unter dem Titel „Wohnen nach Maß“ gibt es eine 48-seitige NABU-Broschüre mit
detaillierten Anleitungen (Art.-Nr. 4028). Bezug für zwei Euro plus
Versandkosten im NABU Natur Shop, Tel. 05 11.89 81 38-0, info@NABU-Natur-Shop.de
<mailto:info@NABU-Natur-Shop.de> .

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