Ortsgrupppe Hattingen

Foto: Ute Matzkows

Seit 2008 gibt es die Ortsgruppe des NABU Ennepe-Ruhr e.V. in Hattingen.

 

Unsere nächsten Termine im August 2019

 

Montag, 26. August 2019 um 19 Uhr


Wie geht es dem Wald in Hattingen?


Zum Jahresanfang wurde in Hattingen viel diskutiert über die Forstarbeiten im Schulenberger Wald. Viele sahen den Bestand des Waldes gefährdet und empfanden die Fällmaßnahmen als völlig überzogen. Unser Förster kam mächtig unter Beschuss, obwohl mit Presseterminen versucht wurde, die Lage zu beruhigen.

 

Jetzt besteht die Chance, sachlich an das Thema heranzugehen.

Wir haben den Förster Thomas Jansen gebeten, mit uns über den Wald und seine Zukunft zu sprechen.

 

Treffpunkt: Bürgerzentrum Holschentor, Talstraße 8, 45525 Hattingen

 

 

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 37/19 | 25.07.2019

 

Waldsterben macht den Klimawandel sichtbar

NABU NRW fordert, nur noch klimastabilere Mischwälder statt Nadelholzkulturen aufzuforsten

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Düsseldorf – Die Hitze macht derzeit den Klimawandel spürbar und die vielen durch Dürre und Borkenkäfer abgestorbenen und braun gewordenen Fichtenbestände machen ihn für viele Menschen sichtbar. Hinzu kommen in einigen Landesteilen die Waldbrände in den Kiefern- oder Fichtenforsten. Neben den wirtschaftlichen Folgen für Waldbesitzer sieht der NABU Nordrhein-Westfalen auch die Auswirkungen auf die Gemeinwohlleistungen des Waldes: Mit jedem verdorrten Baum, der nun gefällt wird und überwiegend in der Verbrennung landet, verschwindet auch ein natürlicher CO2-Speicher, was in der derzeitigen Situation besonders dramatisch wirkt. Darüber hinaus erfüllen Wälder weitere wichtige Ökosystemleistungen: Sie filtern Wasser, speichern Wasser im Boden, bilden neuen Sauerstoff, bieten Erholungsraum für die Menschen und sind Lebensraum für zahlreiche Tiere, Pflanzen und Pilze.

 

Diese Artenvielfalt ist in Mischwäldern mit verschiedenen Baumarten und unterschiedlich alten Bäumen besonders hoch. Mischwälder sind zudem wesentlich klimaresilienter als reine Nadelbaumkulturen, wie sich in der aktuellen Hitze- und Trockenperiode zeigt. Falls einzelne Baumarten in einem Mischwald absterben, bleiben die anderen Arten bestehen, sodass der Wald insgesamt erhalten bleibt und stabil ist. Auf den vielen Kahlflächen im Wald, die jetzt durch die Ernte der abgestorbenen Fichten entstehen, sollte deshalb ein zukunftsfähiger Mischwald gepflanzt werden. Alternativ sollten solche Flächen der natürlichen Entwicklung überlassen werden. Nach der Borkenkäferkalamität im Nationalpark Bayrischer Wald Ende der 1990er Jahre hat sich der Wald in den folgenden Jahren erholt und ist zu einem stabilen Mischwald herangewachsen.

 

Von der Politik fordert der NABU NRW deshalb überarbeitete Waldbaukonzepte, die den Mischwäldern absoluten Vorrang einräumen und alle Förderungen darauf zu konzentrieren. Zudem erwartet der NABU neue Förderprograme zur Anlegung von Wald- und Brandteichen, wie sie früher überall vorhanden waren.  Außerdem sollte die Politik - so wie es die EU-Nachhaltigkeitsziele verlangen - deutlicher machen, welche Gemeinwohlleistungen bzw. Ökosystemleistungen Wälder erbringen und welchen Wert diese für die Gesellschaft haben. Diese Inwertsetzung würde die Wertschätzung für den Wald, die in den letzten Jahren ohnehin wieder gestiegen ist, nach Meinung des NABU weiter befördern und öffentliche Gelder mehr als bisher in den Wald lenken.

 

Für Rückfragen:

Heinz Kowalski, Waldpolitischer Sprecher des NABU NRW, mobil: 0160-8856396 

 

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

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Preisgekrönt: NABU Hattingen bekommt einen Sonderpreis der EN-Krone

 

 

Hattingen, 19.07.19

 

Bei der diesjährigen Preisverleihung der EN Krone, gestiftet von der AVU, wurde ein Projekt aus Hattingen mit einer Sonder-Krone ausgezeichnet. Das Kooperationsprojekt des NABU Hattingen mit der Stadt überzeugte die Juroren.

Die NABU-Ortsgruppe bearbeitet und pflegt eine Ökozelle am Schlangenbusch als einen naturbelassenen Bereich, der bei monatlichen Treffen immer weiter zu einem attraktiven Lebensraum für Käfer, Bienen und Co. gestaltet wird. Mit der Stadt Hattingen schlossen die Naturschützer einen Kooperationsvertrag ab, um die Bildung von Kindergartenkindern zu fördern. Die Idee beinhaltet Besuche von kleinen Gruppen (12-15 Kinder), welche nach Anmeldung an mehreren Vormittagen in der Woche für etwa zwei Stunden in die Ökozelle kommen. Von Mai bis Juli sind Pflanzen und Insekten in ihrer größten Vielfalt zu beobachten – die Kinder sind begeistert, beim Beobachten von Kaulquappen, Ameisen, Käfern, Hummeln und Wanzen.

Jürgen Knier, der das Projekt in Hattingen konzipiert hat und durchführt: „250 Kinder konnten wir in diesem Jahr schon in unserer Ökozelle begrüßen. Das gemeinsame Erleben mit den Kindern macht viel Spaß. Manche der Kinder lassen zum ersten Mal eine Ameise über die Hand laufen und haben zunächst Berührungsängste, die aber schnell abgebaut werden können. Und das ist sehr wichtig!“

Dem Naturschutzbund Ennepe-Ruhr-Kreis gehören zurzeit etwa 1.700 Naturfreundinnen und -freunde an. Die NABU Ortsgruppe Hattingen (ca. 400 Mitglieder) im Kreisverband Ennepe-Ruhr e.V. arbeitet ehrenamtlich und parteipolitisch unabhängig. Heute setzt der Kreisverband seine Schwerpunkte in den Bereichen Biotop- und Artenschutz, Öffentlichkeitsarbeit sowie Kinder und Natur. Ziel ist es allen Naturfreunden und Interessierten Spaß an der Naturschutzarbeit zu vermitteln, sowie den sensiblen Umgang mit der Natur zu fördern. Infos zum Programm findet man hier: https://www.nabu-ennepe-ruhr.de/ortsgruppe-hattingen

Stichwort EN Krone

Die EN Krone als Engagement-Preis gibt es seit fünf Jahren. Über 200 Projekte hat die AVU bisher mit einer Fördersumme von insgesamt 190.000 Euro unterstützt. Der Gesamtsieger erhält in diesem Jahr eine Förderung von 4.000 Euro. Die Preisträger der Sonderkronen werden mit je 1.300 Euro gefördert. Und alle anderen Preisträger der Engagement-Krone bekommen je 500 Euro. Auch für die Publikumskrone (Online-Voting) gibt es 500 Euro. Für den Energieversorger ist der Wettbewerb ein wichtiger Baustein für das Unternehmensziel, Beiträge für die Lebensqualität im Ennepe-Ruhr-Kreis zu leisten.

Infos: Thomas Griesohn-Pflieger mobil 0173 2818 377

Umweltbildungseinrichtung am Rathaus aufgestellt

für solitär lebende Wildbienen

Einzeln lebende Bienen und Wespen sind absolut friedlich

 

Jeder sollte einen kleinen Beitrag dazu leisten, diese wichtigen Tiere zu erhalten. Durch die Bestäubung der Blüten sichern sie für uns Menschen ein vielfältiges Nahrungsangebot.

 

Wir helfen diesen Tieren (ca. 560 Wildbienenarten) mit unterschied-lichen Nisthilfen und Trachtplanzen in unserer ausgeräumten Land-schaft zu überleben.

 

Heimische Blütenplanzen bilden die Nahrungsgrundlage (Pollen und Nektar) für die Wildbienen und ihre Nachkommen.

 

 

 

 

Hattingen, 14.08.18