Ökozelle

Hölter Kamp in Hattingen Holthausen

Treffpunkt: Wendekreis am Ende der Straße Schlangenbusch in Hattingen- Holthausen, GPS 51.400307, 7.203640

 

 

 

 

Am Samstag, 18.03.19 lädt der NABU-Hattingen wieder zum praktischen Einsatz für die Natur ein. „In unserer „Ökozelle Hölter Kamp“ in Holthausen ist eine Menge Arbeit zu erledigen, damit Hummeln, Bienen, Schmetterlinge bald einen gedeckten Tisch vorfinden“, erklärt Thomas Griesohn-Pflieger vom NABU.

 

 

Im Hölter Kamp haben die Naturschützer eine Reihe von Klein-Lebensräumen geschaffen, die jetzt aus dem Winterschlaf erwachen. Das Hauptanliegen der Naturschützer ist es, möglichst vielen der bedrohten Insektenarten das Überleben zu erleichtern. Das geschieht durch ein reiches Nektarangebot von standortgerechten und einheimischen Pflanzenarten, als auch durch das Anbieten von Nistmöglichkeiten wie Bienenwohnungen, Stein- und Altholzhaufen, Nistkästen, Hecken, Blühstreifen, Sand- und Lehmflächen und einiges mehr.

 

 

Am kommenden Samstag geht es uns darum, die Obstbaumschnitt zu zerkleinern und in eine Altholzhecke einzuflechten, außerdem sollen zwei Mulchstreifen abgeräumt werden, damit dort Blühstreifen und ein Kleestreifen speziell für unsere Hummeln eingesät werden kann. Auch sollen einige Apfelbäume gepflanzt werden.

 

 

Wir freuen uns über alle Menschen, die – wenn auch nur stundenweise – helfen wollen, den Naturschutz in Hattingen voranzubringen“, heißt es beim NABU. „Und so nebenbei können wir die ersten Frühlingsboten begrüßen! Goldammer und Zilpzalp singen, die ersten Hummeln fliegen und vielleicht entdecken wir Bergmolch und Grasfrosch!“

 

 

Einen „Tag der Vielfalt“ beging der NABU in Hattingen am 22.09.2018

 

 

 

In Hattingen-Holthausen (Wendekreis am Schlangenbusch) unterhalten die ehrenamtlichen Naturschützer der Ortsgruppe Hattingen im NABU Ennepe-Ruhr-Kreis e.V. in Kooperation mit der hwg eG eine sogenannte Ökozelle. Sie gilt als das besterforschte Stück Natur in Hattingen und bietet einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen Schutz und Lebensraum.

 

 

Fast 200 Pflanzenarten, 60 Vogelarten und rund 200 Gliederfüßer (Insekten, Spinnen und andere) wurden schon auf dem knappen halben Hektar festgestellt. Die festgestellte Vielfalt ist einerseits das Ergebnis von permanenten Bestandsaufnahmen der fleißigen Naturfreunde und Naturfreundinnen als auch von erfolgreichen Gestaltungsmaßnahmen.

 

In einer Ökozelle, sollen Landschaftselemente, die in der Agrar- und Siedlungslandschaft selten geworden sind, aber für eine artenreiche Kulturlandschaft notwendig sind, bewahrt und entwickelt werden. Dabei handelt es sich um Hecken, Wiesen mit unterschiedlicher Mahd, Altholzhaufen, Steinhaufen, Tümpel und Hecken sowie Blühstreifen mit vielfältigen Angeboten für Wildbienen und andere Insekten.

 

Diese Landschaftselemente sind in der Regel Wohnort und/oder Nahrungsplatz für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen und damit Voraussetzung für eine hohe Vielfalt an Lebewesen.

Die Ökozelle in Holthausen dient auch als Lernort der Kinder- und Erwachsenenpädagogik sowie als Demonstrationsort für Naturgestaltung und Naturnähe. Mit der Stadt Hattingen hat die NABU Ortsgruppe Hattingen seit April 2018 eine Vereinbarung abgeschlossen und bietet im Rahmen der Bundesinitiative „Qualität vor Ort“ Kitas die Möglichkeit in der Ökozelle zu Naturbegehungen und spielerische Übungen an.