Gartenkampagne 2019

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Heckenpflanzen für den Garten
TGP's Zusammenstellung für den bergisch-westfälischen Raum
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Hattingen, 12.04.2019

 

Der Killer-Roboter – Lebensort statt Tatort: Tipps zum Beginn der Mähsaison

 

Auch in Hattingen leben Garten- und Wiesenbewohner im Sommer mitunter gefährlich. Pünktlich alle zwei Wochen brummen Rasenmäher und täglich rollen Mähroboter über die Wiesen und machen alles kurz und klein, inklusive der Tiere. Muss das sein? Wie man es anders, besser und freundlicher dem Mitgeschöpfen gegenüber machen kann, erklärt der Hattinger NABU in seiner Gartenkampagne.

Die sich automatisch durchs Gras windenden Mähroboter trimmen den englischen Rasen zuverlässig in Form und sind ein Wunder der Technik. Doch in Punkto Sicherheit fallen viele Exemplare durch. Denn die Mäher machen weder vor spielenden Kindern, deren Finger unters Messer geraten können, noch vor kleinen Tieren halt. Für Igel, Spinnen, Eidechsen oder Grashüpfer sind sie eine tödliche Gefahr. Bei der Stiftung Warentest erhielten jüngst acht geprüfte Geräte bei der Sicherheit nur ein „ausreichend“, zwei fielen glatt durch. „Bei kleinen Tieren machen die Mähroboter kurzen Prozess“, warnt Ute Matzkows von der Gartenkampagne des NABU in Hattingen. Sie werden teils überrollt, verstümmelt oder getötet. Laufen die Mähroboter nachts oder in der Dämmerung, sind besonders nachtaktive Igel gefährdet. Der Bayerische Rundfunk berichtet von verstümmelten Stachelträgern, die an ihren Verletzungen gestorben sind.Auch wer mit seinen Freischneidern oder Fadenmähern unbedacht unter Hecken „sauber macht“, kann schlafende Igel verletzen oder töten, warnt der NABU. Die Dunkelziffer ist vermutlich sehr hoch.

Wer ein bisschen mehr Wildnis wagt, Blüten stehen lässt und nur Fußwege im Garten häufiger mäht, schafft mitunter ein kleines Paradies für Raupen und Schmetterlinge, Grashüpfer, Wildbienen und Spinnentiere. Die Vielfalt macht den Unterschied. Eine Kräuterspirale, ein Vogelnistkasten, eine Nisthilfe für Marienkäfer oder ein Staudenbeet lassen sich in die kleinsten Gärten integrieren. Mit etwas Glück und Geduld beziehen die summenden und krabbelnden Gartenbewohner ihr neues Domizil und lassen sich dort beobachten. Und weil der Mäher öfter im Schuppen steht, hat man dann auch Zeit dafür.

Wer seinen Rasen aber nicht umwandeln möchte, sollte ihn nicht im Ganzen mähen, sondern wochenweise abschnittweise vorgehen. So können zumindest einige Tage lang Klee und Gänseblümchen den Bienen und Hummeln mit Nektar das Leben leichter machen. Und Kinder und Enkel können Blütenkränze aus den kleinen Stauden flechten.

Wer sich unsicher ist, welches Projekt sich im eigenen Garten gut umsetzen lässt, sollte sich Rat beim NABU holen. Jeder Garten bietet das Potenzial, dem starken Rückgang der Insekten- und Vogelbestände entgegen zu wirken.Wer hilfreiche Tipps und Kniffs kennen lernen will, findet hier Vorschläge: www.nabu.de/garten

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Kontakt: Thomas Griesohn-Pflieger, mobil: 0173 2818 377

 

22.03.2019

 

Auch in Hattingen leben Garten- und Wiesenbewohner im Sommer mitunter gefährlich. Pünktlich alle zwei Wochen brummen Rasenmäher und täglich rollen Mähroboter über die Wiesen und machen alles kurz und klein, inklusive der Tiere. Muss das sein?  Wie man es anders, besser und freundlicher dem Mitgeschöpfen gegenüber machen kann, erklärt der Hattinger NABU in seiner Gartenkampgane.

Die sich automatisch durchs Gras windenden Mähroboter trimmen den englischen Rasen zuverlässig in Form und sind ein Wunder der Technik. Doch in Punkto Sicherheit fallen viele Exemplare durch. Denn die Mäher machen weder vor spielenden Kindern, deren Finger unters Messer geraten können, noch vor kleinen Tieren halt. Für Igel, Spinnen, Eidechsen oder Grashüpfer sind sie eine tödliche Gefahr. Bei Stiftung Warentest erhielten jüngst acht geprüfte Geräte bei der Sicherheit nur ein „ausreichend“, zwei fielen glatt durch. „Bei kleinen Tieren machen die Mähroboter kurzen Prozess“, warnt Ute Matzkows von der Gartenkampagne des NABU in Hattingen. Sie werden teils überrollt, verstümmelt und getötet. Laufen die Mähroboter nachts oder in der Dämmerung, sind besonders nachtaktive Igel gefährdet. Der Bayerische Rundfunk berichtet von verstümmelten Stachelträgern, die an ihren Verletzungen gestorben sind. Auch wer mit seinen Freischneidern oder Fadenmähern unbedacht unter Hecken „sauber macht“, kann schlafende Igel verletzen oder töten, warnt der NABU. Die Dunkelziffer ist vermutlich sehr hoch.

Wer ein bisschen mehr Wildnis wagt, Blüten stehen lässt und nur Fußwege im Garten häufiger mäht, schafft ein kleines Paradies für Raupen und Schmetterlinge, Grashüpfer, Wildbienen und Spinnentiere. Die Vielfalt macht den Unterschied. Eine Kräuterspirale, ein Vogelnistkasten, eine Nisthilfe für Marienkäfer oder ein Staudenbeet lassen sich in die kleinsten Gärten integrieren. Mit etwas Glück und Geduld beziehen die summenden und krabbelnden Gartenbewohner ihr neues Domizil und lassen sich dort beobachten. Und weil der Mäher öfter im Schuppen steht, hat man dann auch Zeit dafür.

Wer seinen Rasen aber nicht umwandeln möchte, sollte ihn nicht im Ganzen mähen, sondern wochenweise in Abschnitten vorgehen. So können zumindest einige Tage lang Klee und Gänseblümchen den Bienen und Hummeln mit Nektar das Leben leichter machen. Und Kinder und Enkel können Blütenkränze aus den kleinen Stauden flechten.

Wer sich unsicher ist, welches Projekt sich im eigenen Garten gut umsetzen lässt, sollte sich
Rat beim NABU holen. Jeder Garten bietet das Potenzial, dem starken Rückgang der Insekten- und Vogelbestände entgegen zu wirken. Wer hilfreiche Tipps und Kniffs kennen lernen will, findet hier Vorschläge: www.nabu.de/garten

 

Info: Thomas Griesohn-Pflieger Tel. 01732818377

08.02.2019

 

NABU in Hattingen: „Gönn Dir Garten“ – Gartenkampagne 2019

 

Mit Aktionen, Infos, Vorträgen und „Draußen-Terminen“ will der NABU in Hattingen auf das Thema Natur im Garten aufmerksam machen. Damit soll auf die Bedeutung der Gärten für natürliche Vielfalt einerseits aber auch für das Wohlbefinden der Menschen anderseits aufmerksam gemacht werden. Gönn Dir Garten!

Es gibt
etwa 17 Millionen Gärten in Deutschland, die Summe ihrer Fläche entspricht in etwa der Fläche aller Naturschutzgebiete in Deutschland. Die Natur in den Städten und Siedlungen könnte enorm profitieren, wenn mehr Gärten naturnahe gestaltet und bewirtschaftet würden. Hier können viele Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause finden und so der Rückgang mancher Populationen gemildert und im besten Falle vermieden werden.

 

Mit einer naturnahen Gestaltung und Ausstattung des Gartens kann jetzt im Frühjahr ein guter Startschuss gesetzt werden. Sobald es frostfrei ist, beginnt die Pflanzsaison wieder. Gartencenter und Baumärkte locken mit buntblühenden Pflanzen und versprechen leichte Pflege. „Wer naturnah gärtnern will und Schmetterlinge und Wildbienen wie die Hummeln im Garten fördern möchte, sollte keine empfindlichen Exoten kaufen, sondern auf standortgerechte Pflanzen Wert legen, die einen Mehrwert für Falter und Bienen bieten!“, so Ute Matzkows, die die Gartenkampagne mit initiiert hat.

 

Liguster ist wertvoller als Kirschlorbeer, Ilex besser als Thuja, immergrüne Berberitze besser als Buchsbaum. Wer jetzt bis April noch Sträucher in seinen Garten setzen will, sollte Pflanzen wählen, die mit Blüten die Insekten und mit Früchten die Vögel nähren. Neben den schon genannten empfehlen sich auch Wolliger und Gemeiner Schneeball, Schneebeere, Weißdorn, Pfaffenhütchen, Feuerdorn. Zäune und Mauern lassen sich begrünen und schaffen so wertvollen Lebensraum. Efeu blüht spät im Jahr und ist dann eine wichtige Nektarquelle, Geißblatt oder Rote Heckenkirsche und Clematis benötigen Rankhilfen und lassen sich deshalb gut leiten. Beide liefern reichlich Nektar. Das Geißblatt ist mit seinen tiefen Blüten besonders für Nachtfalter attraktiv und liefert im Herbst rote Beeren.

 

Viele der einheimischen Sträucher sind wichtige Nahrungspflanzen für Schmetterlinge! Ohne Faulbaum keine Zitronenfalter, die Salweide, die uns mit ihren Kätzchen zu Ostern erfreut, ist eine wichtige Futterpflanze für mehr als hundert Falterarten und die beerentragenden Sträucher sind ebenfalls wichtig für einige Schmetterlinge. Schönheiten wie Distelfalter, Purpurbär oder Kleines Nachtpfauenauge mögen die Beerensträucher so wie wir – nur aus anderen Gründen!“, weiß Thomas Griesohn-Pflieger vom NABU.

 

12.01.2019

 

NABU kritisiert „Gärten des Grauens“

 


Die NABU-Ortsgruppe Hattingen wendet sich in einem „Bürgerantrag“ an die Stadt und regt an über die schlimmen Wirkungen von Steingärten aufzuklären.

 


Die Naturschützer erklären, dass gerade Vorgärten und kleine Grünflächen als ökologiche Triitseine eine besondere Bedeutung für die Artenvielfalt und das Klima in der Stadt haben. Sie bilden nicht nur ökologische Trittsteine für Pflanzenarten, Insekten und Vögel, die auf der Suche nach Nahrung und Nistplätzen von Trittstein zu Trittstein wandern., sondern sie liefern saubere, frische Luft. Kies-, Schotterund Steinflächen heizen sich dagegen stärker auf, speichern Wärme und strahlen sie wieder ab. Wissenschaftler betonen, die Messbarkeit dieses Effekts und weisen darauf hin, dass beschattete Rasenflächen sich bis auf etwa 25° C erhitzen, wenn man an grauen oder schwarzen Steinflächen unter gleichen Bedingungen bis zu 65°C misst.

 


Für das Stadtklima wird die Zunahme an Kies- und Steingärten zum Problem, vor allem, wenn zusätzlich notwendige Kaltluftschneisen durch neue Bebauungen wegfallen. Zudem stammen die Steine meist nicht aus
dem heimischen Steinbruch, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit überwiegend aus China oder Indien. Ein Umstand, der die Ökobilanz nochmals erheblich ins Negative ausschlagen lässt.

 



 

Wie der NABU betont sind zusätzlich versiegelte Flächen nach Paragraf 9 der Landesbauordnung nicht zulässig. Dort heißt es: Die nicht überbauten Flächen der bebauten Grundstücke sind wasseraufnahmefähig zu belassen oder herzustellen, zu begrünen, zu bepflanzen und so zu unterhalten, soweit sie nicht für eine andere zulässige Verwendung benötigt werden.

 



 

Wir erwarten nicht von der Stadt, dass sie eine „Vorgartenpolizei“ patrouillieren lässt, aber wir erwarten, dass sie offensiv Aufklärungsarbeit leistet und bei künftigen Baugenehmigungen auf die schädlichen Wirkungen von Steingärten hinweist,“ so Isolde Füllbeck vom NABU. „Naturnahe Gärten leisten dagegen einen wertvollen Beitrag zu einer gesunden Stadt, denn sie wirken Lärm mindernd, binden Feinstaub, vermindern Hochwasserspitzen und leisten einen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität.“ Der NABU weist auch auf einen Irrtum hin, dem vermutlich die Besitzer der Gärten des Grauens aufsitzen. Wer seinen Garten mit Steinen abdeckt und ein Vlies unter die Steinschicht legt, erwartet wenig Arbeit, da Rasenmähen, Gießen und Unkraut jäten wegfallen sollen.

 



 

Doch auch im Steingarten gibt es immer etwas zu tun. Blätter fallen auf die steinernen Flächen und müssen abgesammelt werden, denn sonst siedeln sich in den Steinfugen Pflanzen an. Ebenso bildet sich Moos auf den Steinen, wenn diese nicht regelmäßig gereinigt werden. Im Laufe der Zeit sammelt sich Erd- und Sandstaub zwischen dem Schotter und dient Pflanzen als Grundlage. Ein naturnaher Garten würde genauso viel oder weniger Arbeit machen.

 



 

Heimische Pflanzen brauchen, im Gegensatz zu standortfremden Pflanzen, weniger Pflege. Außerdem locken sie Schmetterlinge, Hummeln und Vögel in den Garten. Wer seinen Garten standortgerecht plant, schafft ein Stück Natur und trägt zur Artenvielfalt bei“, heißt es beim NABU, der in diesem Jahr eine Gartenkampagne in Hattingen geplant hat. „Dann werden wir auch gute Beispiele zeigen und erklären.“

 


Kontakt: Isolde Füllbeck, Telefon 02324 393822