Bürgerfest am 30.08.19 im Schloss Bellevue

Der Bundespräsident bedankt sich für das Engagement am Winzer Bogen mit einer Einladung zum diesjährigen Bürgerfest im Schloss Bellevue. Die Renaturierungsmaßnahmen werden seit Jahren vom NABU in Hattingen begleitet. Isolde Füllbeck fuhr auf Empfehlung der Staatskanzlei NRW nach Berlin.

 

Da habe ich nicht schlecht geschaut, als das Bundespräsidialamt mir eine persönliche Einladung zum diesjährigen Bürgerfest zusandte. Im ersten Augenblick war ich sprachlos“, erinnert sich Isolde Füllbeck, die seit Jahren die Renaturierungsmaßnahmen an der Ruhr in Hattingen begleitet.

 

Die Ruhr ist ein maßgeblich veränderter Industriefluss, der nach der Schiffbarmachung durch Buhnen, damit der Wasserstand immer konstant blieb, nun im Zuge der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) ihren guten ökologischen Zustand zurück gewinnen wird.  Dafür sind auf dem ca. 7 km langen Bereich des Winzer Bogens bauliche Maßnahmen geplant, um dem Fluss in einem aufzuweitenden Bett den Anschluss an seine Aue zu ermöglichen.

 

In anderen Bereichen entlang der Ruhr sind Maßnahmen der WRRL bereits durchgeführt. Zwei davon konnten sich interessierte Hattinger Bürger und Bürgerinnen in Arnsberg und in Wickede im Jahr 2015 gemeinsam ansehen. Ein Jahr später gab es in der Stadtbibliothek eine Ausstellung der NUA (Natur- und Umweltakademie) und die Möglichkeit sich über die Renaturierung an der Ruhr zu informieren. Der NABU in Hattingen hat diese Informationsveranstaltungen maßgeblich begleitet und wartet zur Zeit auf die Ergebnisse des Planfeststellungsverfahrens, welches Anfang diesen Jahres von der Bezirksregierung Düsseldorf bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht wurde.

 

 „Ich bin auch für alle meine Naturschutzkollegen nach Berlin gefahren“, stellt Füllbeck fest. Die WRRL ist eine verbandsübergreifende Sache und auf Bundesebene sind vor einigen Wochen Vertreter des NABU, des BUND und des WWF in Straßburg gewesen, um sich über den Stand der Dinge vor Ort zu informieren.

 

Wasser ist ein lebenswichtiges und unentbehrliches Element. Alles Leben auf der Erde ist eng mit dem Wasser verknüpft. Die meisten Lebewesen bestehen zum größten Teil aus Wasser. Wasser begegnet uns in flüssiger Form als Regen, fest als Schnee oder Hagel und gasförmig als Wolke. Wir Menschen nutzen das Wasser auf vielfältige Weise und behandeln es dabei vielerorts mit zu wenig Respekt. Pflanzenschutzmittel in unseren Gewässern und Nitrat im Grundwasser sind dann beispielhafte Folgen dieses respektlosen Umgangs mit unserer wertvollsten Ressource. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie stellt daher in seinen Erwägungsgründen fest: Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss.“ (Präambel EU-WRRL)

 

Nichtstuen ist hier die absolut falsche Handlungsweise, gerade in Hattingen ist das Land NRW der Eigentümer der Flächen, in welchem Bereich die Maßnahmen durchgeführt werden. Hier gilt das Prinzip: Das Eine tun und das Andere nicht lassen!“, ist sich Füllbeck sicher.

 

 Der Besuch beim Bundespräsidenten, als eine von 5000 geladenen Gästen und die Teilnahme am Bürgerfest als Dank für ihr Engagement war eine beeindruckende Möglichkeit, um mit Menschen aus der gesamten Republik ins Gespräch zu kommen. Die Partnerländer NRW und Finnland wurden dort vorgestellt und die Vielfalt der einzelnen Regionen wurde sichtbar durch Frauen und Männer in landesmäßigen Trachten aus dem Norden, Süden, Osten und Westen unserer Bundesrepublik.

 

Bei Überlegungen zum Ehrenamt, habe ich mir immer schon gedacht, dass die Bundesrepublik ohne Ehrenamt zum Stillstand kommt. Während meiner Wartezeit auf den IC zurück ins Ruhrgebiet in der Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo wurde es nach Erzählungen der Mitarbeiterinnen am Samstagmorgen zur Gewissheit: Diese Mission hat 12 Hauptamtliche und 300 Ehrenamtliche, die rund um die Uhr täglich 600 Gäste an 365 Tagen im Jahr bewirten und versorgen. Das hat mich schon sehr beeindruckt, welche gesellschaftliche Hochleistungsarbeit dort geleitet wird“, berichtet Füllbeck noch sichtlich gerührt.

 

Zurück im Ruhrgebiet nimmt die zweite Vorsitzende im NABU Ennepe-Ruhr-Kreis e.V. ihre Arbeit gemeinsam mit Ihren Kollegen mit frischem Elan wieder auf und hofft darauf, das die gemeinsame Arbeit für Mensch und Natur auch in Hattingen an der Ruhr, im Straßenbegleitgrün, im privaten und im öffentlichen Raum sichtbaren wird.

 

Die "Lebendige Gewässer" Ausstellung

wurde im September 2016 vom NABU

in der Stadtbibliothek Hattingen gezeigt.

Die Maßnahmen am Winzer Bogen wurden von der Bezirksregierung Düsseldorf allen interessierten Bürgern und Bürgerinnen vorgestellt.

Weiterführende Informationen zu den geplanten Maßnahmen

auf der Suche nach dem guten ökologischen Zustand an der

Ruhr im Bereich des Winzer Bogens in Hattingen.

Informationen der Bezirksregierung Düsseldorf

Link zur EU_WRRL:



http://www.brd.nrw.de/umweltschutz/wasserrahmenrichtlinie/index.jsp



Infoveranstaltung am Dienstag, den 13.09.2016 um 17:00 Uhr in der Stadtbibliothek Hattingen

 


Bei der Informationsveranstaltung über die geplanten Maßnahmen am Winzer Bogen wurden die Bürger und Bürgerinnen von Herrn Dr. Koenzen (Planungsbüro Koenzen), Herrn Pohle (Büro Fischer) und Herrn Dr. Bockwinkel (Gewässerökologe aus Bielefeld) am letzten Dienstag umfangreich über die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) in der Stadtbibliothek Hattingen auf den aktuellen Stand gebracht. An Beispielen von der Ruhr bei Arnsberg wurden die Durchführungen aus ökologischer Sicht umfangreich dargestellt und den Besuchern einen guten Eindruck vermittelt, wie die Situation für Angler, Kanuten und sonstige Freizeittreibende nach den durchgeführten Renaturierungsarbeiten unterhalb der Isenburg aussehen werden.

 

 

 

NABU in Hattingen freut sich auf die Renaturierung des Ruhrbogens

 

Planfeststellung beginnt noch 2016 * Infos in der Ausstellung Lebendige Gewässer“

 

 

 

Das Planfeststellungsverfahren für die Arbeiten zu Renaturierung der Ruhr bei Hattingen wird noch in diesem Jahr eingeleitet, das teilt der NABU in Hattingen mit. Die Naturschützer weisen daraufhin, dass eine Informationsveranstaltung der Bezirksregierung Düsseldorf im Rahmen der Ausstellung Lebendige Gewässer“ in der Stadtbibliothek geben wird.

 

 

 

Durch die umfangreiche Beteiligung von Bürgern und Bürgerinnen in Hattingen wurden bereits wichtige Informationen und Anregungen, die in die Planung einfließen, gegeben. Mit Informationsveranstaltungen, Präsentationen, Exkursionen zu bereits renaturierten Ruhrabschnitten in Wickede und Arnsberg, sowie umfangreiche Presseveröffentlichungen wurden in den vergangenen zwei Jahren Anwohner und Betroffenen über die Baumaßnahmen an der Ruhr aufgeklärt.

 

Angler, Kanuten, Naturschutzvertreter und andere Institutionen erhalten durch die Durchführung von Runden Tischen gemeinsam mit der Stadt Hattingen Informationen, auch die Anregungen des Runden Tisches“ fließen mit ein in die Planung.

 

 

 

Wir sind sehr glücklich, die Wanderausstellung Lebendige Gewässer in NRW“ der Natur- und Umweltakademie NRW und der LANUV in Hattingen zeigen zu können“, freut sich Isolde Füllbeck vom NABU in Hattingen. Über 50.000 Kilometer Bäche und Flüsse durchfließen Nordrhein-Westfalen. Naturnahe Flusslandschaften sorgen für die Gesundheit und Erholung der Bevölkerung und erfüllen eine wichtige Funktion beim Erhalt der biologischen Vielfalt. Dieses wertvolle Naturerbe soll geschützt werden. Die Ausstellung soll hierzu einen Beitrag leisten und die praktische Gewässerschutzarbeit vor Ort unterstützen“, so Füllbeck.

 

 

 

Am Dienstag, den 13.9.2016 um 17 Uhr stellt die Bezirksregierung Düsseldorf in Fachvorträgen die Maßnahmen am Winzer Bogen in der Stadtbibliothek Hattingen im

 

Reschop Carré vor.

 

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten (täglich außer Sonntags und Mittwochs) bis einschließlich Dienstag, den 20.9.2016 zu besuchen.

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Am Dienstag, den 13.09.2016 um 17:00 Uhr stellt die Bezirksregierung Düsseldorf in Fachvorträgen die Maßnahmen am Winzer Bogen in der Stadtbibliothek Hattingen,

Reschop Carré 1 vor. Eintritt frei.

 

 

 


" Lebendige Gewässer in NRW"  - Ausstellung

in der Stadtbibliothek Hattingen eröffnet

Am Samstag eröffneten Dirk Glaser, Bürgermeister der Stadt Hattingen (3.v.r.), Jörg Matthes, Leiter des Dezernates Wasserwirtschaft bei der Bezirksregierung Düsseldorf (2.v.r.), Eva Pier, Referentin der Natur-und Umweltschutzakademie NRW (3.v.l.) und Isolde Füllbeck vom NABU NRW, Ortsgruppe Hattingen (4.v.l.) die sehenswerte Ausstellung "Lebendige Gewässer" mit dem Leiter der Stadtbibliothek Hattingen Bernd Jeucken (1.v.r.)

 

Die Wanderausstellung „Lebendige Gewässer in NRW“

 

 

ist in der Zeit vom 01.09.2016 bis 20.09.2016

 

während der Öffnungszeiten

(Mo, Di, Do, Fr: 10-19 Uhr,Samstag: 10-14 Uhr, mittwochs geschlossen)

 

der Hattinger Stadtbibliothek, Reschop Carré 1 in 45525 Hattingen zu besichtigen.

 



 

Im Hauptteil der Ausstellung geht es um die einzigartige Vielfalt unserer Bäche und Flüsse, ihre Bedeutung und die Folgen von Eingriffen. Anhand der Tierarten Biber, Eisvogel, Lachs und Köcherfliege wird veranschaulicht, was ökologisch intakte Fließgewässer kennzeichnet.

 

 

 

Gezeigt wird, wie sich Eingriffe auswirken, warum Gewässerschutz wichtig ist und was für eine ökologische Verbesserung getan werden muss.

 

Ziel der Ausstellung ist es, auf die Bedeutung eines nachhaltigen Gewässerschutzes aufmerksam zu machen.

 

 

 

Mit eindrucksvollen Bildern, Modellen, Filmen und interaktiven Lernstationen wendet sich die Ausstellung an eine breite Zielgruppe. Sowohl Erwachsene als auch Kinder werden auf geeignete Weise angesprochen.

 

 

 

Naturnahe Flusslandschafen haben einen hohen Wert, sorgen für die Gesundheit und Erholung der Bevölkerung und erfüllen eine wichtige Funktion beim Erhalt der biologischen Vielfalt.

 

 

 

Infos: www.nua.nrw.de/publikationen/ausstellungen/lebendige-gewaesser-in-nrw/