Willkommen beim NABU Ennepe-Ruhr-Kreis

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.


Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.


Erfahren Sie mehr über uns!


75 Jahre NABU Ennepe-Ruhr-Kreis

Jubiläumsfest "Für Mensch und Natur"


Fotos: v.l. NABU/Winfried Rusch,  NAB/CEWE/Thomas Hinsche

Wir laden herzlich zu unserem Festtag ein!

 

Am Sonntag, den 21. August 2022, von 11:00 - 17:00 Uhr möchten wir zusammen mit Ihnen auf dem Hof der Biologischen Station, Loher Str. 85 in Ennepetal, unser 75jähriges Jubiläumsfest feiern.

(Parkplätze sind bei Rewe vorhanden)

 

An zahlreichen Informations- und Mitmachständen - auch von befreundeten Vereinen - erleben Sie in familiärer Atmosphäre interessante Eindrücke, Praktisches und Kulinarisches.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

Weitere Informationen zum 75jährigen Bestehen unseres Vereins finden Sie unter Biografie des NABU

und unter Termine

 


Exkursion zu seltenen Orchideenarten

Der NABU Ennepe Ruhr startete mit zwölf Naturfreunden zum Kuttenberg bei Bad Münstereifel.

Foto: NABU-EN
Foto: NABU-EN

Ennepetal, 13.06.2022. Nachdem wegen der Corona-Schutzmaßnahmen das Vereinsleben zwei Jahre
lang im Sparmodus verlaufen war, freuten sich Naturfreunde umso mehr auf die erste gemeinsame botanische Exkursion des NABU-EN, die der 1. Vorsitzende, Dr. Pit Städtler, persönlich führte.

 

Von Gevelsberg aus wurde in Fahrgemeinschaften der Kuttenberg bei Bad Münstereifel angefahren. Dort, auf einem südexponierten Hang mit einem Halbtrockenrasen auf mitteldevonischem Kalk, zeigten sich insgesamt neun verschiedene Orchideenarten: Fliegen-Ragwurz, Bienen-Ragwurz, Großes Zweiblatt, Grünliche Waldhyazinthe, Brand-Knabenkraut, Purpur-Knabenkraut (verblüht), Bleiches Waldvögelein, Ohnsporn und Mücken-Händelwurzen.

Während der Wanderung durch das Gelände beschrieb Dr. Pit Städtler zahlreiche Besonderheiten der einzelnen Pflanzen am Wegesrand. Besondere Beachtung fand die Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera), die mit dem

3. Blütenblatt (Labellum) eine Grabwespe imitiert und zusätzlich durch Lockstoffe (Pheromone) männliche Grabwespen - oder auch andere Arten - als Bestäuber anlockt.

Beim Versuch der männlichen Wespe, die vermeintliche Artgenossin zu begatten, wird ihr dann ein Pollensäckchen auf die Stirn geklebt. Dieses führt anschließend beim Besuch einer weiteren Blüte dort zu einer Bestäubung der Pflanze.

Da nicht alle Interessenten Platz auf der Teilnehmerliste fanden, ist bereits für das nächste Jahr eine Führung für das NABU-Programm eingeplant.

NABU-Auszeichnung Schmetterlingsfreundlicher Garten der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule Schwelm

Die viele Arbeit hat sich für die AG der Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 6 gelohnt:  Ihr Garten im Innenhof der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule wurde jetzt vom NABU-NRW als „Schmetterlingsfreundlicher Garten“ ausgezeichnet.

Foto: NABU EN
Foto: NABU EN

Schwelm, 12.06.22. Matthias Sprenger, Geschäftsführer des NABU-Ennepe-Ruhr-Kreis e.V., überreichte den
Schülern und Schülerinnen und den die AG betreuenden Lehrerinnen Anja Kuhn und Antje Gritzka sowie Schulleiter Marco Unger im Namen des NABU-NRW eine Urkunde und eine Plakette als Anerkennung für den Beitrag zum Naturschutz.

Der 10-köpfigen Schülergruppe gehören Midori Dannehl, Alina Gotwig, Zainab Kaleehl, Malak Koubaa, Taylar Lorenz, Liam Neugebauer, Cindy Thi Nguyen, Ilayda Özkül, Clark Jayden Schaefer und Nico Rafael Walter an.

„Das Anlegen und Pflegen eines schmetterlingsfreundlichen Gartens schafft Lebensraum und Nahrungsgrundlage für Insekten und Schmetterlinge. Diese naturnahe Gartengestaltung trägt so auch zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Wir bedanken uns herzlich für diesen Einsatz und verleihen Ihnen im Rahmen des Projektes ‚Mehr Platz für Falter - Jetzt wird’s bunt!‘ die Plakette ‚Schmetterlingsfreundlicher Garten‘, so heißt es in der Urkunde des NABU-NRW.

Im Herbst vergangenen Jahres reichte Anja Kuhn das Projekt bei dem vom NABU Landesverband NRW ausgeschriebenen Wettbewerb ein, auf den sie der stellvertretende Schulleiter Sven Mosebach aufmerksam gemacht hatte. Der durch seine Vielfalt heimischer Blühpflanzen bestückte Schulgarten überzeugte die Jury.  Coronabedingt konnte die Auszeichnung erst nach der Lockerung der Einschränkungen stattfinden.

Schmetterling des Jahres 2022: Der Kaisermantel

Weiblicher Kaisermantel
Weiblicher Kaisermantel

Als Schmetterling des Jahres 2022 wurde der zu den Perlmutterfaltern zählende Kaisermantel, Argynnis paphia, ausgewählt. Mit einer Flügelspannweite von ca. 60 mm ist der Kaisemantel der größte Perlmutterfalter in unseren Breiten. Er ist bei uns aufgrund seiner Größe und seiner Flügelzeichnung mit keiner anderen Art zu verwechseln. Sein Verbreitungsgebiet umfasst große Teile Europas und Asiens und reicht östlich bis nach Japan, wo zudem sein nächster Verwandter - Argynnis sagana - mit sehr ähnlich gezeichneten männlichen Faltern vorkommt. Im südlichen Europa besteht ebenfalls Verwechslungsgefahr mit dem nah verwandten Kardinal, Argynnis pandora, hier aber die weiblichen Falter betreffend. Auch im Ennepe-Ruhrkreis, wie in Wetter an der Ruhr und in Gevelsberg, findet man den Kaisermantel – aber nur gelegentlich. Das gilt auch für die umliegenden Gebiete. Für NRW insgesamt wird der Kaisermantel auf der Vorwarnliste geführt und ist in etlichen Bereichen des Landes im Bestand gefährdet.

Was braucht der Kaisermantel zum Leben und Überleben? Lebensraum des Falters sind naturbelassene Wälder mit lichten Stellen und deren Ränder, wo ausreichend Blütenpflanzen zur Nahrungsaufnahme zur Verfügung stehen. Beliebt sind beim Kaisermantel z.B. Wasserdost und Disteln. Entscheidend für das Bestehen einer Kaisermantel-Population ist das Vorkommen verschiedener Veilchen-Arten, die exklusiv von den Raupen als Futterpflanzen genutzt werden.

Männliche Falter des Kaisermantels, Flügeloberseite und -unterseite sichtbar

Alle Fotos Peter Roos ©