Frühjahrsputz für Vogel-Nistkästen

Reinigung von 22 Nistkästen auf dem Friedhof in Schwelm

Aktive des NABU-Ennepe-Ruhr-Kreis reinigen Nistkästen  auf dem Friedhof an der Oehde, Schwelm (Foto: NABU-EN)
Aktive des NABU-Ennepe-Ruhr-Kreis reinigen Nistkästen auf dem Friedhof an der Oehde, Schwelm (Foto: NABU-EN)

12.02.2022 Schwelm. Rechtzeitig vor der neuen Brutsaison machen sich alljährlich die Naturschützer des NABU Ennepe-Ruhr-Kreis e.V. auf den Weg, um die zahlreich angebrachten Vogel-Nistkäsen zu reinigen. Verschiedene Singvogelarten bevorzugen Baumhöhlen, und da, wo sie fehlen, nutzen sie die künstlichen Nisthilfen. Sie bieten besseren Schutz vor Regen und Beutegreifern als Nester in Bäumen oder Hecken.

Doch die meisten Höhlenbrüter entfernen das alte Nistmaterial nicht selbst. „Es ist daher wichtig, alte Vogelnester aus den Nistkästen zu entfernen, bevor Meisen, Trauerschnäpper,
Kleiber und andere Vogelarten die Behausung für einen neuen Nestbau nutzen“, erklärt der Vorsitzende des NABU-Kreisverbands Dr. Pit Städtler. „Die Vorjahresnester sind oft verunreinigt oder feucht, enthalten Pilze oder beherbergen Parasiten wie Zecken, Flöhe und Milben, die den Jungvögeln auch der nächsten Generation zusetzen können. Daher ist es notwendig, für Sauberkeit zu sorgen.“ Es reicht meist völlig aus, das alte Nistmaterial herauszuholen und das Innere des Kastens anschließend auszufegen. So schafft man gute Bedingungen für die Aufzucht der neuen Brut.

 

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Deutschlands größte Vogelzählung startet wieder

Bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ vom 6.1. - 9.1.2022

Das Rotkehlchen, Vogel des Jahres 2021, hat sich zum Schutz vor Kälte gut aufgeplustert. (Foto: R. Steiner, NABU-EN)
Das Rotkehlchen, Vogel des Jahres 2021, hat sich zum Schutz vor Kälte gut aufgeplustert. (Foto: R. Steiner, NABU-EN)

Ennepe-Ruhr-Kreis. Naturfreunde aufgepasst: Die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ findet vom 6. bis 9. Januar 2022 statt. Bereits zum zwölften Mal rufen der NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV e.V.) Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden.

Auch der NABU Ennepe-Ruhr-Kreis beteiligt sich daran und ermuntert die Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.
 
Die Wintervogelzählung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können dann online im Internet , über die kostenlose NABU-App „Vogelwelt“ oder per Post bis zum 17. Januar 2022 gemeldet werden.

Zudem ist am Samstag, 08.01.2022, sowie Sonntag, 09.01.2022, von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.
 
Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus. Eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig. An der letzten großen bundesweiten Wintervogelzählung im Januar 2021 beteiligten sich 236.555 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 164.000 Gärten und Parks mit 5,65 Millionen gezählten Vögeln ein.
 
Der Haussperling belegte dabei den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, die Kohlmeise Platz zwei. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Feldsperling, Amsel und Blaumeise.
 
Im Ennepe-Ruhr-Kreis zählten im Januar 2021 1126 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde in 775 Gärten 24.721 Vögel. Damit hat sich die Anzahl der Zählenden, der gezählten Vögel und der Gärten, in denen gezählt wurde, gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt!

Die Kohlmeise belegte im Kreis den ersten Platz. Die Ränge 2 - 5 besetzten Blaumeise, Haussperling, Amsel und Ringeltaube.

Nun erhoffen sich der erste Vorsitzende des NABU EN, Pit Städtler, und der Projektkoordinator Ralf Steiner auch 2022 wieder eine rege Beteiligung. „Denn“, so Steiner, „je mehr Menschen teilnehmen und je umfangreicher die erhobenen Datenmengen sind, desto wertvoller und aussagekräftiger werden die Ergebnisse.“

 

Für Fragen steht Ralf Steiner unter der Telefon-Nr. 02353-2865 oder der E-Mail-Adresse r.steiner{at}nabu-en.de gerne zur Verfügung.