Rieselfelder Münster

Durch Menschenhand entstanden

Das Naturschutzgebiet "Rieselfelder Münster" liegt nördlich der Stadt Münster in der offenen Parklandschaft des Münsterlandes umgeben von landwirtschaftlicher Nutzfläche und schmalen Waldstreifen und besitzt neben seiner herausragenden Bedeutung als Naturschutzgebiet auch die Funktion als Erholungsgebiet für die Bevölkerung des angrenzenden Umlandes. Das Gebiet bietet dem interessierten Besucher eine äußerst attraktive und vielseitige Auswahl an unterschiedlichsten Lebensräumen und ist jedem Vogelliebhaber und Naturinteressierten als Ausflugsziel nur wärmstens zu empfehlen.

Die Einzigartigkeit der Rieselfelder liegt in erster Linie in deren Bedeutung als Rast- und Mauserplatz für zahlreiche Wasser- und Watvögel. Diese benötigen die vorhandenen Wasser- und Feuchtgebiete mit ihrem unerschöpflichen Nahrungsreichtum, um sich für ihre Frühjahrs- und Herbstzüge in die Brut- und Überwinterungsgebiete die notwendigen Energiereserven zu verschaffen. Zudem nutzen viele Vögel, die landesweit zu den bedrohten Arten gehören, den vorhandenen Lebensraum zu Brutzwecken. Auch zahlreiche Insekten (Libellen, Schmetterlinge) sowie Amphibien finden in den Rieselfeldern einen geeigneten Lebensraum. Die ursprüngliche Funktion der Rieselfelder lag bei ihrer "Inbetriebnahme" 1901 in der "Verrieselung" und damit Reinigung städtischer Abwässer. Mit der Errichtung und Inbetriebnahme einer Großkläranlage der Stadt Münster im Jahre 1975 war die Bedeutung der Rieselfelder als Gebiet zur Abwasserbereinigung schlagartig beendet.

Integriert in das Europareservat ist eine Biologische Station, die von zahlreichen ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen Helfern geleitet wird. Diese sind seit 1977 für die Betreuung Rieselfelder zuständig um das Gebiet durch Pflege- und Gestaltungsmaßnahmen in einem optimalen Zustand zu erhalten.

Für weitere und ausführlichere Informationen

De Gelderse Poort

Gute Zusammenarbeit

Das Naturschutzgebiet De Gelderse Poort liegt an der deutsch-niederländischen Grenze, bezeichnet den weitläufigen Landschaftsraum zwischen Kleve, Nijmegen, Arnhem und Emmerich und ist ein deutsch-niederländisches Gemeinschaftsprojekt. Das Gebiet liegt etwa zur Hälfte (ca. 10.000 ha) in Deutschland bzw. in den Niederlanden. Prägendes Element dieser Region ist einerseits der Rhein, der sich im eiszeitlich geformten Untergrund seinen Weg gebahnt hat, andererseits sind es die Bewohner von De Gelderse Poort, die eine Kulturlandschaft erschaffen haben, die es zu bewahren gilt im Einklang mit der Natur. Daher wird in Deutschland auf eine Zusammenarbeit zwischen der ansässigen Landwirtschaft und dem Naturschutz gesetzt. Durch diesen Vertragsnaturschutz auf freiwilliger Basis wird eine extensive landwirtschaftliche Nutzung gefördert. Mehr als die Hälfte des Gebietes ist mittlerweile als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

 

Landschaftlich und aus ornithologischer Sicht umfasst De Gelderse Poort die unterschiedlichsten Naturräume wie Grünland, Grünlandbrachen oder Gewässerbereiche in denen sich zahlreiche und oftmals seltene Vogel-, Tier- und Pflanzenarten aufhalten. Ein weiterer Schwerpunkt umfasst den Bereich Erholung und Tourismus. Durch ein Besuchernetzwerk, welches zahlreiche Besucher- und Infozentren vereint, sollen Inhalte über die Region und die Menschen die hier leben vermittelt werden.

Das Projekt unterliegt der Kooperation mehrerer Kreise, Städte sowie Institutionen. Beteiligt sind der Kreis Kleve und die Provincie Gelderland, in Zusammenarbeit mit niederländischen Ministerien, dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW, dem Wirtschaftsministerium NRW, der Bezirksregierung Düsseldorf, den Städten Kleve und Emmerich sowie der Gemeinde Kranenburg.

Weitere Informationen

Die Senne

Auf Sand entstanden

Im südöstlichen Münsterland gelegen, grob von den Städten Bielefeld, Detmold, Gütersloh sowie Paderborn umrahmt, erstreckt sich das Gebiet der Senne, deren natürlicher Ursprung weit zurück liegt und in Gletscherablagerungen aus der Saale-Eiszeit vor über 100.000 Jahren zu suchen ist. Kerngebiet der Senne ist ein Gelände, welches seit nun mehr über einhundert Jahren als Truppenübungsplatz genutzt wird. In dieser Zeit war sich die Natur selbst überlassen und es entstand eine Landschaft, wie sie heutzutage europaweit kaum noch zu finden ist. Weite Teile sind vor allzu großer menschlicher Nutzung verschont geblieben, so dass sich weite Heide- und Moorflächen und Trockenrasen bilden konnten bzw. erhalten blieben.

Es gibt eine große Anzahl verschiedener Biotoptypen, die die Senne zur Heimat vieler seltener und zum Teil vom Aussterben bedrohter Pflanzen und Tiere macht. Neben ausdgedehnten Heideflächen, existieren Sandmagerrasen, weite Waldgebiete mit der cahrakteristischen Kiefer sowie zahlreiche Bachtäler, die sich auf einer Länge von rund 55 km nahezu unberührt durch den Sennesand schlängeln. Seit geraumer Zeit besteht der Wunsch, das Kerngebiet der Senne zum Ende der militärischen Nutzung als weiteren Nationalpark in NRW auszuweisen.

 

Interessantes rund um die Senne hält der Förderverein Nationalpark Senne auf seiner Internetseite bereit.

Urdenbacher Kämpe

Mittendrin

Die Urdenbacher Kämpe ist eine einzigartige Auenlandschaft am oberen Niederrhein, die man wohl am allerwenigsten im Verdichtungsgebiet der großen Ballungskerne am Rhein vermutet. Die Grenze bildet im Norden der Düsseldorfer Stadtteil Urdenbach, im Süden die Stadt Monheim. Aufgrund fehlender Eindeichung ist sie eine der letzten Rheinauen, die noch regelmäßig und beinahe ohne jede jährliche Außnahme bei Hochwasser überschwemmt wird. Ehemals ein stark bewaldetes Gebiet, verlor die Kämpe durch Rodung ihr ehemals natürliches Aussehen. Doch durch die häufigen Überschwemmungen und die daran angepaßte landwirtschaftliche Bewirtschaftung entstand über Jahrhunderte eine besondere Kultur- und Naturlandschaft, deren hoher Artenreichtum besonders hervorsticht.

Viele Merkmale der bäuerlichen Kultur sind ebenfalls auch heute noch sichtbar, wie Streuobstwiesen oder Kopfbäume und prägen die Landschaft. In den Röhrichten, Weidengebüschen und im Auwald finden sich Vorkommen seltener Vögel, wie Pirol und Gelbspötter. In den extensiv genutzten Feuchtwiesen und Hochstaudenfluren wachsen zahlreiche seltene Pflanzenarten. Der Großteil des Gebietes steht unter Naturschutz.

 

Für Interessierte empfiehlt sich ein Besuch der Internetpräsenz der Biologischen Station Urdenbacher Kämpe.

Nationalpark Eifel

Einmalig in NRW

Wachtelweizen
Wachtelweizen

Der Nationalpark Eifel wurde am 1.1.2004 gegründet und gehört damit zu den jüngsten Nationalparken Deutschlands. In der Eifel gelegen, wird sein Gebiet durch die Flüsse Urft und Rur durchzogen, die zu Talsperren aufgestaut wurden. Der Nationalpark Eifel bietet eine abwechslungsreiche und gleichzeitig einzigartige Natur. Hier findet man noch natürliche Buchenwälder auf sanft geschwungenen Berghöhen, Eichenwälder an felsigen Südhängen mit dem seltenen Wachtelweizen (Foto). Schattig-kühle Schluchtwälder, unberührte Bachtäler mit blühenden Wiesen und schroffe Felsen bieten einen idealen Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Etwa 240 bedrohte Tier- und Pflanzenarten gibt es im Nationalpark Eifel. Rothirsch, Wildkatze, Biber, Schwarzstorch, Uhu und die für Nordrhein-Westfalen seltene Mauer-Eidechse leben hier. Eine der pflanzlichen Besonderheiten im Nationalpark Eifel ist die Gelbe Narzisse, die als Wildpflanze in Deutschland nur an der westlichen Landesgrenze vorkommt.

 

Hier geht's zur Homepage des Nationalparks Eifel.

Bislicher Insel

Einzigartige Auenlandschaft

Die Bislicher Insel liegt zwischen Xanten und Wesel und umfasst einen Bereich von etwa 1200 ha. Sie ist eine der heute wenigen intakten Auenlandschaften am Niederrhein und entstand im Jahre 1200 nach Chr. Zu dieser Zeit bildete der Rhein eine südliche Schleife aus die 500 Jahre bestand haben sollte. Durch die Begradigung des Rheins wurde Ende des 18. Jahrhunderts der alten Schleife das Wasser abgegraben, so dass sie nach und nach verlandete und heutzutage nur noch durch eine schmale Verbindung zum Rhein und das Grundwasser gespeist wird.

1982 erwarb der damalige KVR einen Teil des Gebietes, stellte diesen unter Schutz und entwickelte die Flächen weiter. Ziel war und ist, die Auenlandschaft so ursprünglich wie möglich zu halten und negative Nutzungseinflüsse zu verringern.

Inzwischen sind ¾ der gesamten Fläche unter Schutz gestellt worden. Einige Tiere und Pflanzen sind auf der Bislicher Insel heimisch geworden, die man dort bereits für ausgestorben gehalten hatte. Beeindruckend sind auch die Schwärme arktischer Wildgänse, die hier alljährlich überwintern sowie zahlreiche andere zum Teil seltene Vogelarten.

Ein Informationszentrum informiert die Besucher über das Gebiet zudem werden geführte Wanderungen angeboten.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des NABU Wesel , der biologischen Station im Kreis Wesel, im Besucherzentrum Bislicher Insel unter 02801/90492 oder beim SVR (Siedlungsverband Ruhrgebiet) unter 0201/206909.

(Quelle: NABU Wesel/Jutta Langhoff, Naturspiegel, Heft 47)

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11.02.2017