Vogelwart auf der Nordsee-Insel Trischen

30.09.2018 · Trischen im schleswig-holsteinischen Wattenmeer ist für Menschen tabu. Nur Vogelwart Jonas Kotlarz dokumentiert die Dynamik auf der Insel. Ein Leben im Rhythmus der Natur: Ebbe und Flut. Werden und Vergehen.

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Historisches Natur-Reservat in Ennepetal entfernt

Brutale Zerstörung historischer Heckenlandschaft auf Störringen

Ennepe-Ruhr-Kreis – Kaum ein Ennepetaler, der das prägende Bild der Bauernschaft Störringen nicht kennt, das sich einem bietet, wenn man auf der Voerder Höhe angelangt ist und Richtung Hagen in die Aske einfährt und als Spaziergänger dort eine „Runde dreht“.


Seit Monaten erreichen den NABU Ennepe-Ruhr-Kreis e.V. immer wieder Anfragen, weil ein dortiger Neubesitzer ein um der anderen wertvollen alten Baum radikal gestutzt oder gefällt hat. Immer haben die Naturschützer nur die Faust in der Tasche ballen können, bewegten sich diese Baumfällaktionen noch im Grenzbereich des Zulässigen.


Doch jetzt wurden während der laufenden Brutzeit mit dem Bagger Teile der wertvollen Hecken restlos entfernt. Goldammer, Hänfling, Klapper- und Dorngrasmücke sowie viele andere seltene Arten waren hier zu Hause. Das historische Landschaftbild wurde nachhaltig und sinnlos zerstört. Jahrzehntelang hat der bekannte und leider viel zu früh verstorbene Tierfilmer Karl Hormel die Bedeutung dieser Heckenlandschaft dokumentiert und auf zahlreichen Veranstaltungen Parteien und Vereinen vor Augen geführt. Selbst den seltenen Neuntöter hat das NABU-Mitglied nachweisen können.


Die Vogelarten des ländlichen Raumes sind seit Jahren auch im Ennepe-Ruhr-Kreis durch Flächenfraß und Eingriffe in die Landschaft bedroht und stark rückläufig. Der NABU Ennepe-Ruhr-Kreis erwartet daher, dass dieser brutale und gesetzes-widrige Eingriff auf Störringen Konsequenzen hat und die durch Stadt-und Kreisverwaltung zu ahndenden zahlreichen Vergehen so hohe Bußgelder zur Folge haben, dass dem Verantwortlichen die Folgen seiner Taten deutlich werden und etwaige Nachahmer andernorts abgeschreckt werden. Da Wurzelwerk und Bagger noch vor Ort sind, würden die Naturschützer es begrüssen, wenn der Täter umgehend dazu verpflichtet würde, das Heckenwerk wieder an ursprünglicher Ort und Stelle einzugraben.

Hirschkäfer zu Besuch!

Größter europäischer Käfer in Wetter

Hirschkäfer
Bild: M. Müller

Wetter im Juni 2017

Kürzlich war in einem Garten in Wetter ein seltener Gast zu Besuch: Ein Hirsch-käfer.
Das Hirschkäfer Männchen mit seinen charakteristischen Zangen wird stattliche 25 bis 75 Millimeter lang, das Weibchen bis zu 40 Millimeter.
Immerhin handelt es sich um die größte europäische Käferart.
Hirschkäfer leben in alten Eichenwäldern, wo das Weibchen etwa 20 Eier bis zu 75 Zentimeter tief in den Boden an die Wurzeln toter oder kranker Bäume ablegt.
Die Larven entwickeln sich im zermürbten Totholz von Wurzeln, Stämmen und Stümpfen.
Der Hirschkäfer wird in der Roten Liste Deutschlands als „stark gefährdet“ geführt.

Wildbienen an ungewöhnlichem Ort

Mauerbienen finden im Strandkorb neue Brutmöglichkeit

Sprockhövel im Mai 2014

Obwohl seit einigen Jahren die Wildbienenstation Nr. 5 im Ennepe-Ruhr-Kreis den Solitärbrütern zur Verfügung steht, haben sie bei Familie Sandmann in Niedersprockhövel eine neue Brutmöglichkeit gefunden.


Karl Sandmann schreibt:

"Es ist ja nicht genug, dass wir ein neues Dachflächenfenster benötigen, da das alte schon lange zugemörtelt und nicht mehr zu bewegen ist.

Jetzt gehen die Mauerbienen noch unter!!! die Abdeckplane unseres neuen Strandkorbes und verkleistern alles. Die Löcher der Haken, die Ritzen zwischen den Bodenbalken und überall wo Platz in den Nuten ist.

Am 05. Mai wollten wir seit langem mal wieder im Strandkorb die Abendsonne genießen und klappten die Stellbrettchen für ein kühles Helles herunter und da staunten wir doch sehr.... Nochmehr allerdings über eine Biene, die später wieder kam um die letzte Eizelle noch zu besuchen um noch ein Ei abzulegen."

Kleine Sensation aus dem Reich der Käfer

Nashornkäfer in Gevelsberg!

Nashornkäfer

In der letzten Juliwoche wurde von einer aufmerksamen Bürgerin in ihrem Garten in Gevelsberg ein Nashornkäfer entdeckt. Es handelte sich um ein Männchen mit einem nach hinten gebogenen Horn auf dem Kopfschild. Dieses Horn hat der Art auch den Namen gegeben (siehe Bilder).

Die Nashornkäfer waren ursprünglich Waldbewohner, deren Larven sich in totem Holz entwickelten. Nachdem sie zwischenzeitlich Eichenrindenabfälle von Gerbereien besiedelten, findet man sie neuerdings in Komposthaufen mit verrottenden Pflanzenabfällen bzw. in faulenden Holzspäneablagerungen. Diese ökologische Anpassungsfähigkeit führte sie auch in die Nähe menschlicher Siedlungen.

Die Käfer erscheinen bei uns im Sommer (Juni/Juli) und sind vor allem nach Einbruch der Dunkelheit durch den typischen Schwärmflug aktiv. Charakteristisch ist der tiefe Brummton, der lauter ist als beim Maikäfer.

Die Käfer zählen bei uns zu den gesetzlich geschützten Tierarten.

Wenn man Käfer oder Larven im Garten findet, sollte man sie möglichst wenig stören und vor allem den Larven einen ausreichenden Rest Brutsubstrat belassen.

Der Nashornkäfer ist kein „Schädling“, er verdient unseren besonderen Schutz: Das erwachsene Tier nimmt vermutlich keine Nahrung auf und die Larven schädigen – im Gegensatz zu Maikäferlarven - keine Gartenpflanzen.

Weitere Nachweise im EN-Kreis werden unter der E-Mail-Adresse info{at}nabu-ennepe-ruhr.de gern entgegengenommen.

Nashornkäfer2